Frauenfußball – Champions League: VfL setzt sich dank Norwegerin 2:1 gegen Stabaek durch / Viele Chancen

Wölfinnen weiter: Hansen besiegt Ex-Verein

Wieder nichts: Die Wolfsburger Fußballerinnen um Alexandra Popp (r.) vergaben gegen Stabaek reihenweise Chancen. Foto: Gades

mj Wolfsburg. Caroline Hansen jubelte nach Schlusspfiff nicht. Aus Respekt vor ihrem Ex-Club.

Ihre Mitspielerinnen bei Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg taten es nicht, weil sie wussten, dass das 2:1 (1:0) im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Stabaek IF nicht wirklich ein Glanzstück gewesen war.

Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Ex-Wölfin Melissa Wiik (56.) drohte den Grün-Weißen, die das Hinspiel 1:0 gewonnen hatten, sogar das Aus. Erst Hansen – vor der Saison aus Stabaek nach Wolfsburg gewechselt – machte mit ihrem zweiten Treffer an diesem Abend den Einzug ins Achtelfinale für die Mannschaft von Ralf Kellermann perfekt.

„Dieser Sieg hat uns unnötigerweise Nerven gekostet. Ich weiß nicht, wie viele hochkarätige Torchancen wir hatten, die wir teilweise fahrlässig ausgelassen haben. Solche Spiele können, wenn es dumm läuft, auch anders ausgehen“, bilanzierte der Wolfsburger Trainer.

Dabei hätte Kellermann eigentlich einen ruhigen Abend verleben können. Hansen traf nach starker Vorarbeit von Martina Müller nach zwölf Minuten zum 1:0. Ein Traumstart. Der nicht beflügelte. Julie Adersos (17.) mit einem Lattentreffer und Rikke Storro (18.) hätten schnell ausgleichen können.

Dennoch wirkte das 1:0 zur Pause als zu niedrig. Vanessa Bernauer (29.), Alexandra Popp (35.) oder Martina Müller (41.) fünf Meter vor dem Tor vergaben klarste Chancen. Direkt nach dem Wechsel reihten sich Lena Goeßling (48.), Bernauer (49.) und Popp (51./52.) in die lange Liste der Nicht-Torschützinnen ein.

Wie aus heiterem Himmel fiel das 1:1. Solveig Gulbrandsen setzte mit einem Lupfer Wiik ein. Die Stürmerin schüttelte Babett Peter ab und traf.

Fortan waren die Gäste immer wieder mit Kontern gefährlich. Wolfsburg vergab wie durch Popp, die nur den Pfosten traf, weiter die Chancen. Erst Hansen (85.) erlöste ihre Mannschaft mit einem abgefälschten Schuss. Der VfL spielt in der nächsten Runde gegen den SV Neulengbach aus Österreich.

Wolfsburg: Schult – Wensing, Fischer, Peter, Maritz (46. Blässe) – Bernauer (82. Wagner), Goeßling – Hansen, Popp, Faißt – Müller (75. Magull).

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