Handball – Regionsoberliga Damen: Neuer Trainer für SG VfL Wittingen/Stöcken

Witzke leitet Mission Wiederaufstieg

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Freude beim neuen Coach, Freude bei der SG VfL Wittingen/Stöcken: Andreas Witzke (r.), der früher auch schon die zweite Herren in der Brauereistadt anleitete, trainiert künftig die Damen. 

Wittingen – Alte Liebe rostet nicht. Auch wenn sie erst auf den zweiten Blick neu entflammt ist. Schneller als (selbst) gedacht feiert Andreas Witzke eine Heimkehr zur SG VfL Wittingen/Stöcken.

Als künftiger Damen-Trainer! Endlich etwas Spruchreifes, nachdem sich die Nachfolger-Suche für den eingangs des Jahres zurückgetretenen Wolfgang Zugier kaugummiartig in die Länge gezogen hatte. Der ehemalige Oberliga-Spieler will am 1. Juli an seiner alten Wirkungsstätte das Unternehmen direkter Wiederaufstieg mit dem Handball-Regionsoberligisten in Angriff nehmen.

Wobei sich die SG VfL im ersten Anlauf bei Witzke einen Korb eingehandelt hatte. Dieser wollte direkt nach der „extrem anstrengenden Saison“ mit dem künftigen Liga-Rivalen HSC Ehmen – sein Debütjahr als Coach – samt C-Lizenz-Ausbildung zunächst eine Auszeit nehmen. „Ich hatte mal gerade so gar keinen Bock auf Handball.“ Also blitzte Tatjana Sablottny, zuständig für den Damenhandball bei Wittingen/Stöcken, zunächst mit ihrer Anfrage ab. Doch offenbar entwickelten beide einen siebten Sinn füreinander. Denn wenige Wochen später hätte er „darüber nachgedacht, wie es in Wittingen wohl aussieht – und am nächsten Tag hat mich Tati nochmal angerufen“, schildert Witzke. Mit ein wenig Abstand sah die Sache mit einem Mal anders aus – und er sagte zu.

Darüber ist der Verein logischerweise „total happy“, unterstreicht Sablottny. „Schön, dass wir endlich einen Haken hinter machen können. Wir sehen das als Super-Lösung. Er kennt den Verein, er kennt das Team. Ich denke, mit Andi werden die Zügel wieder ein wenig angezogen. Er ist genau der Richtige, um die Mannschaft zum Aufstieg zu führen.“ Denn nichts anderes ist das Ziel der SG VfL. Auch im Hinblick auf den reichhaltigen Nachwuchs, der in den nächsten Jahren peu à peu hochkommt. Sablottny glaubt, Witzke werde die richtige Mischung aus Ehrgeiz und Spaß vermitteln.

Der künftige Übungsleiter wiederum sieht in Wittingen/Stöcken „schon einen Schritt nach vorne“ für sich selbst, wenngleich er zunächst in derselben Klasse wie sein Ex-Club Ehmen antritt. „Die Gespräche haben gezeigt, dass da sehr viel Motivation hinter steckt. In Wittingen ist die Qualität in der Mannschaft höher, vor allem in der Breite. Ich bin da sehr zuversichtlich.“ Wobei Witzke als Regionsoberliga-Kenner auch mahnt, dass es kein Spaziergang werde. „Ein Durchmarsch wird das nicht.“

Wer weiß: Vielleicht kehrt mit ihm wieder Kontinuität auf dieser Position ein. Die Halbwertszeit der Wittinger Damentrainer in den vergangenen Jahren – nach Axel Bühlow und Christian Gades – war doch sehr gering... Das bekräftigte auch Sablottny noch einmal: „Wir wünschen uns eine langfristige Lösung. In letzter Zeit ging es immer nur bupp, bupp, bupp. Das war schon krass.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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