Fußball – 1. Kreisklasse 1: VfL zieht an Tülau-V. vorbei / Big Points für TSV

Wittinger Wachablösung im Topspiel

+
Schlag ein! Nicolas Müller (l.) schoss den TSV Schönewörde mit zwei Buden zum wichtigen 4:2.

Isenhagener Land – Wachablösung nach der Winterpause: Der VfL Wittingen/S. knöpfte am gestrigen Sonntag dem SV Tülau-Voitze im Gipfeltreffen der 1. Fußball-Kreisklasse 1 die Tabellenführung durch einen 4:2-Triumph ab.

Im unteren Tabellenbereich holte sich der TSV Schönewörde einen 4:2-Erfolg gegen den FC Brome II und konnte sich etwas Luft verschaffen.

TSV Brechtorf – TSV Grußendorf 4:1 (2:0)

Die Gastgeber kamen zu einem ungefährdeten Erfolg. Die frühe Führung durch Eike Busch spielte Brechtorf dabei in die Karten. „Wir haben das Spiel bestimmt und es ergaben sich einige gute Chancen“, meinte TSV-Trainer Andre Bischoff. Das 2:0 fiel nach einer guten Kombination auf den frei stehenden Steven Hartmann.

„Grußendorf versuchte, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, aber unser Torhüter Jonas Biniek war immer zur Stelle“, so Bischoff. Auch nach dem Wechsel bestimmte Grün-Weiß das Geschehen. In der 71. Minute flankte Marcus Kärsten in den Strafraum und Lennard Fricke brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten – 3:0. Sieben Minuten vor Schluss unterlief Busch ein Eigentor nach einem weiten Einwurf. Doch zwei Minuten später stellte Hendrik Lange den alten Abstand wieder her.

VfL Wahrenholz II – FC Germ. Parsau 2:4 (0:2)

Die Germanen machten da weiter, wo sie vor der Winterpause aufgehört haben. Beim abstiegsbedrohten VfL Wahrenholz II gelang ein verdienter 4:2-Erfolg und der FC setzte damit die Siegesserie fort. „Allerdings hatten wir verletzungsbedingt einige Spieler aus der zweiten Mannschaft dabei, so konnten wir nicht unser gewohntes Angriffsspiel aufziehen“, meinte Germanen-Trainer Sören Henke.

Auf dem sehr rutschigen Geläuf brachte der Ex-Wahrenholzer Timo Gipser die Gäste mit 2:0 in Führung. Hoffnung kam bei Wahrenholz auf, als Fabian Treiber nach einer Ecke zum 1:2 verkürzte. Doch Parsau ließ sich durch diesen Gegentreffer nicht aus dem Rhythmus bringen und schaffte durch Steffen Brendel die 1:3-Pausenführung. „Obwohl Wahrenholz noch einmal verkürzte, konnten wir in der zweiten Hälfte spielerisch überzeugen“, zeigte sich Henke zufrieden. Waldemar Fink hatte den VfL in der 51. Minute durch einen verwandelten Elfmeter auf 2:3 herangebracht. Doch der Sieg der Gäste geriet nicht mehr in Gefahr, denn Tim Reinstorf erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß aus etwa 25 Metern den 2:4-Endstand.

SV Barwedel – SV Jembke 4:2 (3:0)

Barwedel wurde der Favoritenrolle gerecht. Von Beginn an bestimmten die Gastgeber das Geschehen. Mit einem Doppelschlag in der 18. und 19. Minute von Lucas Spellig und Andre Brömel ging das Heimteam mit 2:0 in Führung. Und Jembke? Zunächst abgemeldet. In der 38. Minute war erneut Brömel zur 3:0-Pausenführung zur Stelle. Zwar zeigten sich die Gäste in der zweiten Hälfte durchaus gefährlich, doch mehr als Ergebniskosmetik sprang dabei nicht heraus.

SV Tappenbeck – FC Ohretal 1:4 (0:2)

Hoppla! Eine kalte Dusche für Tappenbeck. Dabei fanden die Gastgeber eigentlich gut ins Spiel. „Leider haben wir nach dem ersten Gegentor völlig den Faden verloren und in der Deckung viele Fehler gemacht“, haderte SV-Trainer Christian Grunwald und sprach von „einem gebrauchten Tag“. Ohretal überzeugte mit gut angelegtem Konterspiel, das meistens über Torjäger Rasmus Banse lief.

In der 25. Minute war der Ohretaler zum 0:1 erfolgreich. Beim zweiten Gegentor ging ein Fehlpass der Tappenbecker Abwehr voraus. Die Gastgeber kamen bis zur Pause etwas besser zurecht, aber eine Wende war nicht in Aussicht. Erst Recht nicht mehr, als erneut Banse zustach (66.). Der Anschlusstreffer der Gastgeber war nur kurzes Strohfeuer. In der 73. Minute passte Banse zu Hannes Plaster, der zum 1:4-Endstand traf.

TuS Ehra-Lessien – TSV Fortuna Bergfeld 0:0

Eine leistungsgerechte Nullnummer, obwohl auf beiden Seiten Chancen zum Sieg vorhanden waren. Nach knapp einer Viertelstunde wurde Bergfelds David Erfurt in letzter Sekunde gebremst. Die erste Chance für Ehra-Lessien ergab sich in der 17. Minute, doch der Ball ging am Tor vorbei. Die größte Möglichkeit hatten die Gäste in der 26. Minute, doch Torjäger Yannik Skusa konnte den Ball aus zwei Metern nicht unterbringen.

Auch weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten brachten nichts ein. So ging es weiter. Zunächst verfehlte ein Freistoß von der Strafraumgrenze das TuS-Tor, Eric Meyer traf aus kurzer Distanz nur die Latte des Fortunen-Tores (71.). In der letzten Viertelstunde machte Ehra noch einmal Druck, aber Markus Kostka vergab freistehend den Siegtreffer.

TSV Schönewörde – FC Brome II 4:2 (2:1)

Der Tabellenletzte leistete in Schönewörde viel Gegenwehr, aber zu einem Punktgewinn reichte es schließlich nicht. „Der FC bot eine kämpferisch starke Leistung und hat uns alles abverlangt. Wir haben allerdings die ‚Chancen besser genutzt“, meinte TSV-Trainer Jan Henneicke.

Die Bromer erwischten den besseren Start und gingen nach zwölf Minuten durch Mark Lyra in Führung. Aber die Freude war nicht von langer Dauer, denn in der 20. Minute glich Frederik Walbaum nach Pass von Nikolas Müller aus. In der Folgezeit erhöhte Schönewörde den Druck und Müller war es, der nach einer halben Stunde die Gastgeber mit 2:1 in Front schoss.

Aber Brome steckte keinesfalls auf, sondern hatte einige gute Chancen zum Ausgleich. Der fiel allerdings erst zu Beginn der zweiten Hälfte. Nach einem Foul zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Lyra ließ sich die Chance nicht nehmen. Vor dem Tor zeigte der TSV jedoch mehr Entschlossenheit. In der 53. Minute traf Bastian Cramer nach Flanke von Hauke Präger zum 3:2. Torjäger Müller machte eine Viertelstunde vor Schluss alles klar.

SV Tülau/Voitze – VfL Wittingen/S. 2:4 (1:2)

Im Spitzenspiel holten sich die Wittinger dank der größeren Effizienz verdient die Big Points. Der VfL legte in Person von Roni Agirman vor. Doch Tülau konterte nach wenigen Minuten und glich durch Dustin Jackwerth postwendend aus.

Es ging fortan hin und her. Nach gut einer halben Stunde war VfL-Torjäger Sven Arndt zur Stelle und brachte den VfL erneut in Führung. Es boten sich zwar Ausgleichschancen für Tülau, aber es blieb bis zur Pause beim knappen Gäste-Vorsprung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Tülau die stärkste Phase. Zunächst gelang Andre Schmidt der verdiente Ausgleichstreffer zum 2:2. Einige Minuten später traf Tülau vermeintlich sogar zum 3:2, doch der Schiri entschied auf Abseits.

„Wenn der Treffer anerkannt worden wäre, hätte es anders ausgehen können, Wittingen war nach dem Ausgleich etwas ins Schwimmen gekommen“, meinte SV-Trainer Werner Vodde. Eine Viertelstunde vor Schluss schlug Arndt abermals zu. Nach einem Platzverweis mussten die Gäste in Unterzahl spielen, ließen aber nichts mehr anbrennen.

VON MANFRED HALLMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare