IK-Nachspielzeit: Doppel-Freude bei Rühens Ramolla / Soika kehrt back to the roots

Wittinger Verdauungs-Probleme...

Isenhagener Land – Mittlerweile ein Klassiker am Dienstag: die IK-Nachspielzeit mit Anekdoten von den Fußball-Plätzen.

Soika: Back to the roots

Wie gut, dass Thorsten Thielemann ein Elefanten-Gedächtnis hat. In Ermangelung anderer Sturm-Alternativen entsann sich der alteingesessene Nordkreis-Trainerfuchs vom VfL Wahrenholz daran, dass sein Schützling Simon-Miles Soika früher bei seinem Stammverein VfL Knesebeck in der Offensive wirbelte. „Ich habe ihn am Freitag beim Abschlusstraining zur Seite genommen und meinte zu ihm: Ich kenne dich aus Knesebeck eigentlich nur als Stürmer – und genau da werde ich dich am Sonntag auch hinstellen.“ Die Allzweckwaffe vom Taterbusch tat, wie ihm befohlen, und erzielte direkt das erste Wahrenholzer Tor. „SMS kann wirklich alles spielen, macht jede Position klar. Er hat einen super Job gemacht“, ist Thielemann vom Allrounder begeistert. Übrigens feierte bei den Schwarz-Gelben auch Hilmar Camehl nach langer Kreuzbandriss-Pause sein Kurz-Comeback.

Bromer Kurzarbeiter

 Beim FC Brome wurde am Sonntag scheinbar die Kurzarbeit ausgerufen... Nicht einmal eine Viertelstunde hielt es Domenik Traue aus, dann musste der Rechtsverteidiger im Gastspiel beim SV Lauingen/Bornum (1:3) auch schon wieder grippegeschwächt vom Feld. „Vorher meinte er, es geht wohl und er probiert es, doch er hat sich dann nicht mehr so gefühlt“, erklärte Teammanager Hendrik Joswig den Blitz-Wechsel. Und auch Michael Gieselberg erlebte nur ein Intermezzo: Nachdem er in der 70. Minute für Mahmut Chabaan eingewechselt wurde, ging es kurze Zeit später auch schon wieder runter für seinen Bruder Marius. „Er hat sich gezerrt, konnte nicht mehr Kette geben“, meinte Joswig. Situationen, die irgendwie ins Bild des gebrauchten Bromer Tages passten...

2. KK goes Bundesliga

Gleich mehrere Vertreter der 2. Kreisklasse 1 fanden sich nach ihren Spielen im Stadion des Bundesligisten VfL Wolfsburg wieder und sahen ein torloses Unentschieden gegen den FC Augsburg. Dazu zählen Björn Krögerrecklenfort, Coach des TSV Brechtorf II, und Sprakensehls Spielertrainer Waldemar Bier. Letztgenannter war aber nicht mit seinem Team in der Volkswagen-Arena. Denn: „Mein Kleiner ist erstmals im Stadion“, berichtete er. Eine Vater-Sohn-Tour also. Sicherlich auch etwas Beruhigenderes als das 3:3 seines SVS wenige Stunden zuvor in Bokensdorf, bei dem Bier besonders mit dem Referee gehadert hatte. „Ich muss da eine Nacht drüber schlafen“, erzählte der Sprakensehler.

Auch Andreas Knigge, Trainer des SV Hankensbüttel II, geht gern ins Stadion des VfL. Doch den Sonntag verbrachte er gemeinsam mit seiner Mannschaft nach dem 0:0 gegen Wesendorf II. „Ich gehe oft ins Stadion, doch ich sitze auch gern mit meiner Mannschaft zusammen und trinke ein Bierchen“, erzählte der VfL-Fan.

Schwer im Magen

Womöglich lag es an Boris Ruder, dass Kreisligist VfL Wittingen/Suderwittingen am Sonntag etwas brauchte, um im Gastspiel beim SV Groß Oesingen (4:1) in die Gänge zu kommen. Ruder ist nämlich so etwas wie der „Grill-Meister“ beim VfL und überraschte seine Kollegen am Freitagabend nach dem Training mit leckeren Schaschliks. „Das hat wirklich gut geschmeckt, doch womöglich lag den Jungs das am Sonntag noch schwer im Magen“, scherzte Wittingens Trainer Naim Fetahu. Nach 0:1-Pausenrückstand schlugen die Brauereistädter nach Wiederbeginn noch viermal zu. Die teambildende Maßnahme zwei Tage zuvor habe laut Fetahu „Spaß gemacht“, allerdings hat die Kost vom Grill manchen Spielern wohl zu gut geschmeckt.

Von Platte auf Platz

Eigentlich ist Stefan Fricke sportlich nur noch an grünen Tischen zu Hause und mit deutlich kleineren Bällen aktiv. Allerdings musste er am Sonntag auch wieder zurück auf den grünen Rasen kehren. Aufgrund der Personalnot beim VfL Germania Ummern im Kreisliga-Heimspiel gegen den FC Schwülper wurde Fricke von Germanen-Coach Jörg Drangmeister zur Aushilfe gebeten. Und das wohlgemerkt nach einem Jahr Pause. Seitdem hatte Fricke nur noch Tischtennis gespielt. Der Routinier nahm zunächst auf der Bank platz, kam dann aber in der zweiten Hälfte doch noch zum Einsatz und machte seine Sache sehr ordentlich. Auch Co-Trainer Philipp Kuhls musste im Übrigen ran. Er hatte sein Abschiedsspiel eigentlich schon im Juli bekommen, musste gegen Schwülper aber im Mittelfeld-Zentrum auflaufen. Drangmeister: „Allerdings war in unserer geschwächten Besetzung gegen einen starken Gegner einfach nicht mehr drin.“

Doppelte Freude

Doppelte Freude bei Christopher Ramolla. Er wusste es schon etwas länger, seine Kollegen vom Kreisligisten SV BW Rühen erst seit Freitagabend im Rahmen des Abschlusstrainings vor dem Gastspiel beim SV Westerbeck. Ramolla wird zum zweiten Mal Vater – planmäßig im Mai des kommenden Jahres. „Wir haben uns vor der Partie gesagt, dass wir für ihn alles reinhauen. Das haben die Jungs dann auch gemacht und sich in jeden Ball geworfen“, resümierte Rühens Coach Matthias Weiß. Ausgerechnet Ramolla war es, der seine Blau-Weißen in Westerbeck bereits nach elf Minuten in Führung und damit auf Kurs brachte. Er schloss einen Konter zum 1:0 ab. In Hälfte zwei hätte der Offensivakteur sein Torekonto noch weiter aufstocken können, scheiterte aber zweimal freistehend. Für das 2:0 und damit die Entscheidung sorgte indes Kevin Fries.

VON INGO BARRENSCHEEN, FLORIAN SCHULZ UND ROUVEN PETER

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