Handball – Verbandsliga: Vor Lüneburg-Gastspiel bestehen beim VfL viele Fragezeichen

Wittinger Personal-Puzzle

Drin oder nicht? Genauso wie beim Wurf von Kai Lemke gegen Barsinghausen stellt sich vor dem Gastspiel in Lüneburg auch bei Trainer Mike Mühlenbruch die Frage, wer ist drin im Kader und wer muss passen? Foto: Jansen

Wittingen. Lass dich überraschen! Anders als in der Fernseh-Show von Rudi Carrell war die Verblüffung von Mike Mühlenbruch, Trainer der Wittinger Verbandsliga-Handballer, zum Trainingsstart dieser Woche weniger freudig.

Gerade einmal sechs VfL-Spieler bevölkerten am Dienstag die Halle. Keine gute Vorzeichen für das Auswärtsspiel bei Neuling HV Lüneburg (Sonnabend, 19 Uhr).

Wer in Lüneburg letztlich das Wittinger Trikot überstreifen wird, ist völlig offen. Beim Heimsieg über Barsinghausen (30:26) standen Torben und Florian Hildebrandt, Sebastian Schulze sowie Arne Gades zwar im Kader, wurden von Mühlenbruch entweder ganz oder aber zeitweilig geschont.

Ob einer aus dem Quartett einsatzbereit ist, kann Mühlenbruch noch nicht abschließend sagen. Sorgen bereitet zudem Janosch Kochale. Der treffsichere Rückraumspieler plagte sich in der Woche mit einer Mittelohrentzündung herum.

Dabei wäre ein Zugewinn an Spieler-Material sehr wichtig. Gegen Barsinghausen lieferte Wittingen eine starke Leistung ab, musste erst bei nachlassenden Kräften den Gegner herankommen lassen. „Mit 45 Minuten war ich sehr zufrieden“, erklärte Mühlenbruch, dem nur fehlerhaften Phasen missfielen.

Von dem eigenen Erfolg lässt sich der Wittinger Trainer ebenso wenig blenden wie von der Start-Niederlage des Kontrahenten. „Sicherlich hatte Lüneburg in Schaumburg nicht den Start, den sie sich erhofft hatten. Dennoch werden sie beweisen wollen, dass sie wettbewerbsfähig sind“, hat Mühlenbruch Respekt vor der nächsten Aufgabe.

Schließlich ist Lüneburg kein unbekanntes Pflaster für die VfLer. Während der Winterpause absolvierte Wittingen einen Test beim HVL, siegte knapp. Obwohl beide Teams sich gut kennen würden, wäre die Situation nicht zu vergleichen. „Lüneburg wird mit der Euphorie des Aufstiegs vor den eigenen Zuschauern noch selbstbewusster auftreten“, erwartet Mühlenbruch. Da sei es enorm wichtig als Mannschaft das Beste herauszuholen. „Wir sind auf jeden Fall gewappnet“, verspricht Mühlenbruch.

Ein Wiedersehen gibt es für die VfLer mit ihrem Ex-Trainer Detlef Wehrmann. „Für die Spieler ist es vielleicht ein besonderes Spiel. Schließlich wurden sie mehrere Jahre von Wehrmann trainiert“, erklärt Wittingens jetziger Coach. Für ihn sei es ein Spiel wie jedes andere. Und das will er selbstverständlich gewinnen.

Von Matthias Jansen

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