VfL-Fußballsparte zieht Bilanz / In den nächsten zwei Jahren stehen große Investitionen an / Herzberg für Hakemeyer

Wittingens (leiser) Wunsch nach dem direkten Wiederaufstieg

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Der Weg soll wieder die Treppe rauf führen: Wittingens aktueller Fußball-Vorstand um Thomas Engwer (vorne 2. v. r.) mit den geehrten Mitgliedern.

Wittingen – Stolze 111 Jahre existiert die Fußballsparte des VfL Wittingen/Suderwittingen 2019 bereits. Eine Schnapszahl. Keine Schnapsidee wäre der direkte Wiederaufstieg der ersten Herren in die Kreisliga.

Dieser Wunsch jedenfalls schimmerte am Sonntagvormittag bei der Abteilungsversammlung im Hotel Nöhre an allen Ecken und Enden hervor.

Selbstverständlich kam der Fußball-Chef Thomas Engwer in seinem Bericht nicht umhin, den Super-GAU des vergangenen Sommers noch einmal zu beleuchten. „Nach sage und schreibe 26 Jahren sind wir aus der Kreisliga abgestiegen. Was für ein Schock für uns alle!“ Dabei gehöre die höchste Gifhorner Spielklasse zum VfL wie das Wittinger Bier, zog Engwer einen illustren Vergleich.

Vielleicht wird der Betriebsunfall in der Tat direkt wieder ausgebügelt, zur Winterpause rangieren die Brauereistädter auf Platz zwei. Wobei der zurückgekehrte Trainer Naim Fetahu verbal auf die Bremse trat: „Wir sind manchmal wie der HSV: Die Ansprüche sind Bundesliga, aber wir spielen in der 1. Kreisklasse.“ Oberste Prämisse sei es, in Ruhe und perspektivisch zu arbeiten. „Wir sind noch in der Lernphase.“ Wobei auch er als Schlusssatz formulierte: „Ich will die Mannschaft dahinbringen, wie es für Wittingen würdig ist.“

Sekundäres sportliches Ziel ist der Klassenerhalt der Reserve, die nach dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse auf dem vorletzten Platz liegt. „Es ist aber nicht aussichtslos“, machte Engwer allen Anwesenden Mut. Selbst den Wechsel hin zum dritten Coach (Sergej Löwen) binnen eines Jahres hat der VfL schnell gemeistert. Wittingens Fußball-Frontmann unkte: „Ich weiß nicht, ob mein Vorgänger Peter Herrewig in 13 Jahren so viele Trainer wie ich in zwei Jahren installiert hat...“

Apropos installieren. Auf der To-Do-List stehen in naher Zukunft einige große Positionen, wie Kassenwart Eckhard Niehs veranschaulichte. Gut, dass die Finanz-Rücklagen im Vorjahr wieder angewachsen sind. Vor allem dank der zwei lukrativen Hallenfußball-Turniere, die der VfL begleitet. Neben einigen Sanierungen im Sportheim soll eine neue Beregnungsmaschine angeschafft werden. Auch der aufwendige Umbau des Flutlichts und die Sanierung der Plätze sind für 2020 vorgesehen und sollen mit Zuschüssen teilabgedeckt werden.

Erfreulich zeigt sich die Entwicklung nach den Dürrejahren bei der Jugend. Der VfL verzeichnete 25 neue Kinder, speziell dank einer G-Jugend. Und hält auch weiterhin an seinem Plan fest, im Nachwuchsbereich eigenständig unterwegs zu sein. Zumindest kurzfristig mit der Vorgabe, von der C-Jugend abwärts alle Altersklassen besetzt zu haben. Die c- und F-Junioren jedenfalls sind erfolgreich am Ball.

Eine Veränderung gab es im Vorstand: Für Thomas Hakemeyer rückte Bernd Herzberg, in Abwesenheit, als stellvertretender Spartenleiter nach. Geschäftsführer Edgar Sorokin und Kassenwart Niehs wurden einstimmig wiedergewählt.

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