Fußball – Bezirksliga: Nur 1:1-Unentschieden gegen Gifhorn und weitere Ausfälle

Wittingens Lage spitzt sich zu

Und drin: Andre Liedtke (liegend) trifft für den VfL Wittingen gegen die SV Gifhorn zum 1:0. Trotzdem reichte es für die Brauerei- gegen die Kreisstädter nicht zum Sieg. Der Dreier wäre aber nötig und verdient gewesen. Foto: Barrenscheen

ib Wittingen. Die Lage spitzt sich zu. In der Tabelle. Aber auch personell. Der ohnehin schon arg gelichtete Kader des VfL Wittingen/S. musste am gestrigen Sonntag in der Fußball-Bezirksliga beim mageren 1:1 (1:0) gegen die SV Gifhorn weitere Einbußen hinnehmen.

Zum einen ließen die Brauereistädter zwei Zähler liegen. „Eigentlich müssen wir drei Punkte behalten“, bekräftigte VfL-Coach Naim Fetahu. Da der Mitaufsteiger aus Müden gegen Wasbüttel seinen zweiten Erfolg in Serie landete, spitzt sich die Lage im Tabellenkeller mächtig zu. Zum anderen musste Steffen Schmidt mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss früh ausgewechselt werden – der nächste Lazarett-Kandidat droht. Als wäre das nicht genug: Marcel Vietze muss nach seiner fünften gelben Karte ein Spiel aussetzen. „Es ist zum Heulen“, grummelte Fetahu.

Tränen konnte dem geneigten Wittinger Zuschauer auch der mittlerweile schon fast ins Blut übergegangene Chancenwucher der Gastgeber in die Augen treiben. Beide Mannschaften überboten sich in der ersten Halbzeit phasenweise mit Harakiri-Aktionen in den Abwehrreihen. Gifhorn hatte in dieser Pannen-Statistik aber eindeutig die Nase vorn. An der Seitenlinie trieb es SVG-Trainer Arne Hoffart ein ums andere Mal die Zornesröte ins Gesicht. „Wir betteln um ein Gegentor“, wetterte er zurecht. Nachdem Andre Liedtke, Sven Arndt und Tim-Bastian Lange für den VfL sowie Hendrik Mucha für die Gäste allein vor Christoph Pörschke beste Gelegenheiten versiebt hatten, benötigte Goalgetter Liedtke in der 28. Minute ebenfalls Glück und Geschick, um seinen beherzten Einsatz im zweiten Anlauf über die Linie zu drücken. Die überfällige Führung für Wittingen.

Zu wenig Kapital, wie sich herausstellen sollte. Gifhorn legte nach dem Wechsel etwas zu, Fetahu musste für den zuvor eingewechselten Patrick Gernsheimer in die Bresche springen. Beim letzten VfL-Aufgebot schwanden die Kräfte. Und damit die Genauigkeit. „Wir kamen nicht mehr gefährlich vors Tor“, gab Fetahu zu. Das 1:1 fiel dennoch extrem „bitter“: Ein Foul von Dennis Pavlov wähnte der Schiedsrichter im Strafraum. „Alle sagen, er war nicht drin“, raufte sich Fetahu die Haare. Inklusive des Linienrichters. Doch der Schiri nahm seine Entscheidung nicht zurück.

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