Fußball – Kreisliga: Interimstrainer Peter Dierks ist voller Vorfreude auf die Rückserie mit dem Überraschungs-Schlusslicht VfL Wittingen

Wittingens Jupp Heynckes – der wie Stevens spielen lässt...

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Will nicht nur mit Wittingens Altsenioren erfolgreich sein: Peter Dierks (hinten 4. v. l.) soll den Kreisligisten VfL retten.

ct Wittingen. Seit etwas mehr als zwei Wochen steht fest, dass der VfL Wittingen/Suderwittingen ohne seinen ehemaligen Trainer Torsten Haase die Zukunft bestreiten wird. Für den geschassten Coach übernahm Peter Dierks auf der Kommandobrücke.

Er ist kein Unbekannter in Wittingen, denn Dierks spielt in der Altliga-Mannschaft des Vereins und war sogar schon einmal Trainer beim Kreisligisten. Vor rund 34 Jahren coachte der 64-Jährige den VfL für eine halbe Saison, danach engagierte er sich wieder als Spieler beim TuS Bodenteich. Jetzt kehrt er erneut auf die Bühne zurück, wenn auch nur für ein halbes Jahr, wie Jupp Heynckes beim FC Bayern München. „Länger würde ich nicht machen wollen. Da hätte ich wohl abgelehnt. So sehe ich es aber als Herausforderung, denn ich habe ja nichts zu verlieren. Wir können nur gewinnen“, meint Dierks, der als Trainer zuletzt 1999 beim VfL Vorhop aktiv war und nach dem Angebot des VfL zunächst ein wenig Bedenkzeit benötigte: „An Silvester habe ich einen Anruf bekommen und wurde gefragt, ob ich den VfL übergangsweise trainieren könnte. Da musste ich natürlich erstmal drüber grübeln, habe dann aber gern zugesagt.“

Der Zeitpunkt der Trainerentlassung Haases rückt damit in ein anderes Licht, stand dessen Ausscheiden offenbar doch schon vor dem Gewinn des Wittinger Cups fest, bei dem Haase bekanntlich noch als offizieller Trainer dabei war.

Über den Job seines Vorgängers verliert Dierks übrigens kein schlechtes Wort: „Die Mannschaft ist in einem Topzustand. Ich glaube, dass sehr viel Pech dabei war, weshalb die Truppe jetzt da unten steht.“

Spielerisch und kämpferisch sieht er seine Elf ebenfalls geeignet, den Klassenerhalt zu realisieren. Einen Ansatz, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu heben, hat der neue Coach auch gleich parat: „Ich weiß, dass das Team mehr kann, und bin mir sicher, dass sich viel im Kopf abspielt beim Fußball.“ Den soll sein Team nun freibekommen. Dafür führt er viele Einzelgespräche: „Die Jungs sollen mir sagen, auf welchen Positionen sie am liebsten spielen. Dann finden wir Lösungen und danach stelle ich auf.“

Ansonsten vertritt Dierks die Meinung: „Die Null muss stehen, das sehe ich wie Huub Stevens (unter anderem ehemaliger HSV-Trainer, Anm. d. Red.). Vorne werden wir immer für ein Tor gut sein.“

Die Kreisliga hat nun also seinen eigenen Jupp Heynckes, der wie Huub Stevens spielen lassen will. Mit Spannung dürfen die VfL-Anhänger auf den ersten Auftritt ihrer Mannschaft unter Peter Dierks blicken, der am 4. Februar ein Nachholspiel gegen die SV Meinersen zu absolvieren hat. Eine Woche später bittet Dierks bei der U19 des SSV Vorsfelde zum Testspiel auf Kunstrasen. „Ich habe gesehen, dass in dieser Mannschaft viel Potential steckt. Das gilt es nun zu zeigen“, freut sich Dierks auf seine neue Aufgabe.

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