Fußball – 1. Kreisklasse 1: 3:1-Triumph im Aufstiegs-Endspiel über Hankensbüttel

Wittingen ist zurück in der Kreisliga!

Vergebliche Verfolgungsjagd: Hankensbüttel (l.) lag gegen Wittingen (Lennard Emmermann) 0:3 zurück...
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Vergebliche Verfolgungsjagd: Hankensbüttel (l.) lag gegen Wittingen (Lennard Emmermann) 0:3 zurück...
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wittingen – So geschwind die Fußballer des VfL Wittingen/Suderwittingen den goldenen 3:1-Sieg im Spiel aller Spiele gegen Verfolger SV Hankensbüttel angekurbelt hatten, so gemächlich kam nach Schlusspfiff die Aufstiegs-Sause in Schwung.

Bloß kein Stress nach getaner Arbeit. . . Die Brauereistädter haben am gestrigen Sonntag den Betriebsunfall – respektive „das Missverständnis“, wie Trainer Naim Fetahu es nannte – aus der Welt geschafft und sind zurück in der Kreisliga!.

...und raufte sich nach dem Anschlusstreffer bei weiteren vergebenen Chancen verzweifelt die Haare...

Ein Jahr, nachdem die Blau-Gelben völlig unverhofft die Daseinsberechtigung im Gifhorner Oberhaus eingebüßt hatten, ist also wieder alles im Ur-Zustand. „Wir freuen uns riesig“, strahlte Fetahu, nachdem er die ersten obligatorischen Bier- und Sektduschen über dem frisch übergestreiften Aufstiegs-Shirt über sich hatte ergehen lassen müssen. Mit sieben Zählern Vorsprung ist der VfL zwei Spieltage vor Ultimo nicht mehr vom Thron zu schubsen und kann die Kreisliga-Planungen initiieren.

...sodass die Brauereistädter um Trainer Naim Fetahu letztlich den Wiederaufstieg bejubelten.

All das dank eines Blitz-Starts im Big Point-Kräftemessen mit Hankensbüttel. Christian Brauner, der Ex-HSVer Lennard Emmermann mit einer direkt verwandelten Ecke (!) und Torjäger Sven Arndt stellten nach gerade einmal 23 Minuten die Weichen auf Party-Alarm. In dem Fall war der Wind das himmlische Kind aus Wittinger Warte, denn die Luft-Unterstützung hätte schon „ein bisschen geholfen“, gab Fetahu zu.

Doch die XXL-Kulisse von gut 300 Zuschauern (so viele wie schon sehr lange nicht mehr in Wittingen) beim Schlager sollte noch nicht in Trance verfallen. Denn die Gastgeber versäumten es, das 4:0 nachzulegen. Und deshalb sollte noch einmal Spannung aufkeimen. Julius Fricke verkürzte (32.), wenige Momente später vereitelte Eugen Michel auf der Linie den HSV-Anschlusstreffer, der dem Schlager so richtig Würze verliehen hätte.

Nachdem die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte dann eher dahinplätscherten, wurde es dann noch einmal wild. HSV-Stürmer Aboubacar Diakite vergab völlig blank einen Kopfball, im Gegenzug ließ auch Arndt eine Mega-Konterchance aus und nur Sekunden später stand Diakite wieder auf der anderen Seite erneut im Blickpunkt, stand beim vermeintlichen 3:2 aber im Abseits.

Letztlich passierte nichts mehr. Außer der Wittinger Freudentaumel. „Die Jungs haben in der Saison stark gearbeitet und haben es sich verdient“, befand Fetahu. Er fühlte mit dem Gegner. „Wir würden uns freuen, wenn der HSV auch mit aufsteigt.“ Er selbst überließ die Party-Planung für den Abend übrigens seinen Jungs. „Ich lasse mich nur noch treiben, habe am Montag Urlaub eingereicht...“

VON INGO BARRENSCHEEN

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