Handball – Landesliga Damen: Nach Abgängen von Sablottny und Fenja Thoelke stehen VfL-Frauen vor einem Prozess

Wittingen im Wandel: Gades will probieren

So soll es laufen: Wittingens Damen (am Ball Nena Frenkel) wollen den Verlust von zwei Leistungsträgerinnen mit mehr Tempo auffangen in der neuen Saison. Foto: Jansen

Wittingen. An eine neue Liga müssen sich die Handballerinnen des VfL Wittingen nicht gewöhnen. Anders als die männlichen Kollegen. „Stimmt.

Die meisten Mannschaften kennen wir“, sagt VfL-Coach Christian Gades, der vor dem Start der Landesliga-Runde die Leistungsstärke der Konkurrenz schon ganz gut zuordnen kann.

Die offenen Fragen werden von seiner eigenen Mannschaft aufgeworfen. Wo stehen die Frauen des VfL Wittingen nach den Abgängen von Leistungsträgerinnen wie Fenja Thoelke und Tatjana Sablottny? Gades zuckt mit den Schultern. „Das kann ich noch nicht sagen. Wir müssen schauen, wie die Vorbereitung verläuft und wie wir in der Saison starten. Nach einigen Spielen wird sich das herauskristallisieren.“

Dass der VfL in der Zeit nach Thoelke/Sablottny einen Umbruch vollzieht. Da will Gades nicht zustimmen. „Wir sind in einem Wandel, in einem Prozess“, verdeutlicht der Wittinger Coach. Sein Team, dass nach einer „überragenden, letzten Saison“ zusammenblieb, hat an Wucht in der Offensive verloren, aber immer noch genügend Spielerinnen mit Qualität.

Gades ist die Aufgabe gestellt, daraus wieder eine erfolgreiche Mannschaft zu bauen. Die anders spielen wird. Mehr mit Tempo, weniger aus dem Positionsangriff. Deshalb wird Wittingen in der Vorbereitung an Deckung und Angriff feilen. „Wir werden viel ausprobieren“, verrät Gades augenzwinkernd.

Ein zusätzliches Deckungssystem soll eingeübt werden. „Wir wollen variabler, nicht so leicht ausrechenbar sein“, meint der Coach. Seinem Team soll es möglich sein, aus der Deckung zu agieren, noch mehr Bälle abzufangen und die Tore aus dem schnellen Spiel über die 2. und 3. Welle zu erzielen.

Seit gut einer Woche sind die VfL-Frauen im Training. Derzeit werden noch die Grundlagen gelegt. Mit Mandy Meyer, die aus der zweiten Mannschaft aufrückt, gibt es nur einen internen Neuzugang. Während der Saison erhofft sich Gades noch einen Schub aus der A-Jugend, die jetzt in der Oberliga spielt. „Die Spielerinnen sollen Ambitionen haben, bereits bei den Senioren reinschnuppern zu wollen. Die Mädchen sollen sich zeigen“, macht Gades die Tür ganz bewusst auf.

Nach der Arie an Vorbereitungsspielen gegen gezielt ausgewählte, starke Gegner (siehe unten) startet Wittingen gegen Liebenburg-Salzgitter, Northeim II und TGJ Salzgitter. „Das Programm ist machbar. Die Stärke der Gegner steigert sich. Schon das Spiel bei Salzgitter wird eine Standortbestimmung“, sagt Gades. Dann weiß er vielleicht mehr, wo der Wittinger Weg hingeht. Zu den Favoriten der Liga zählt er Göttingen, Fallersleben, TGJ Salzgitter und Vorsfelde. Vor dem Ligastart geht es aber noch im HVN-Pokal gegen den einstigen Liga-Gegner MTV Geismar (14. September).

Vorbereitung

Freitag: 15. August, 20.15 Uhr: SV Oebisfelde (A); Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. August: Trainingslager in Wittingen; Sonnabend, 23. August, 16 Uhr: TuS Bergen (H); Sonntag, 24. August, 15.30 Uhr: SV Oebisfelde (H); Sonntag, 31. August, 16.30 Uhr: TuS Bergen (A); Freitag, 12. September, 20 Uhr: TV Uelzen (H).

Von Matthias Jansen

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