Handball – Oberliga Damen: VfL reist heute zum Kreis-Derby beim MTV Gifhorn / Duell der Ex-Isenhagenerinnen

Wittingen und der Vierfach-Motivationskick

Ab durch die Mitte! Wittingens Oberliga-Handballerinnen (M. Nina Zergiebel) reisen heute hochmotiviert zum Kreis-Derby beim Aufsteiger MTV Gifhorn und hoffen auf das erste Saison-Erfolgserlebnis. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Könnte man Adrenalin in Energie umwandeln – dieses Spiel würde mit Sicherheit kräftig Kilowatt produzieren. . . Vor dem heutigen Duell in der Handball-Oberliga der Damen (18 Uhr) stehen der MTV Gifhorn und VfL Wittingen unter Strom!.

Es ist nicht etwa das erste Derby zwischen den Kreis-Konkurrenten. Aber das erste auf diesem Level. Bisher haben sich beide Parteien nur in der Landesliga beharkt. Heute Abend in der Gifhorner Flutmulde dürfte es noch energiegeladener zugehen. Nach Motivationsgründen muss VfL-Coach Axel Bühlow gar nicht erst suchen – sie liegen auf der Hand. Da wären...

...die Rivalität: Gegen den MTV seien seine Spielerinnen traditionell „motiviert. Da brauche ich nichts Großartiges zu sagen“, unterstreicht Bühlow den Prestige-Gedanken. Beide Mannschaften hätten sich in der Vergangenheit stets enge, verbissene Duelle geliefert. Das könnte auch heute passieren.

...die Ex-HSG-Fraktionen: Beide Lager haben drei ehemalige Spielerinnen von Drittligist Isenhagen in ihren Reihen. Dadurch komme noch „ein kleiner Funken“ Ehrgeiz hinzu, so Bühlow. Wobei die Gifhornerinnen Nici Ramm, Katrin Cohrs und Christina Wählisch zu unumstrittenen Leistungsträgern bei der HSG zählten. Vorteil MTV! Diesem Dreigestirn plus Ann-Katrin Lenau gelte es aggressiv zu begegnen, so Bühlow. „Der Rückraum kann sich in der Oberliga sehen lassen.“ Dem gegenüber stehen beim VfL Carolin Bührke, Katrin Friedrichs und Rebekka Breust (Einsatz fraglich). Ihnen rät der Trainer: „Die Freundschaft muss für die 60 Minuten ruhen. Es geht für Wittingen, und wir werden auch nichts geschenkt kriegen.“

... ein Gifhorner Seitenhieb: MTV-Coach Frank Ratz stichelte einst in unschöner Art gegen die Wittingerinnen. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, aber nicht vergessen. „So etwas bleibt lange haften. Ich denke schon, dass meine Mädels daran denken – und wenn nicht, werde ich sie daran erinnern...“, schmunzelt Bühlow.

... einen möglichen Fehlstart: 0:4-Punkte wären zwar kein Beinbruch, sagt Wittingens Übungsleiter. „Doch wir müssen zusehen, nicht allzu negativ zu starten.“ Um die Chancen zu erhöhen, reisen die vier A-Jugendlichen nach. Bühlow sieht Gifhorn trotz des Aufstiegs als Favoriten: „Sie haben Heimrecht, mussten das Team nicht großartig umstellen wie wir.“ Dennoch sieht er seine Mannschaft nicht als chancenlos an. Wittingen hat ja den Vierfach-Kick...

Von Ingo Barrenscheen

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