Handball – Verbandsliga Herren: Deutliches 19:30 / Weiter auf Aufstiegsrang / Platzwunde bei Gades

Wittingen verliert Nerven und Spiel

Sturz! Die Wittinger Handball-Herren unterlagen deutlich beim Aufstiegskonkurrenten TSV Barsinghausen und haben eine bessere Ausgangslage für das Saisonfinale verspielt. Foto: Barrenscheen

Barsinghausen. Das wird garantiert nichts für schwache Nerven.

Die Handballer des VfL Wittingen verloren in der Verbandsliga das erste von drei Endspielen um den Aufstieg klar 19:30 (9:12) beim direkten Konkurrenten TSV Barsinghausen und verpassten es, sich in der Tabelle weiter abzusetzen.

Durch die Wittinger Niederlage – die erste nach acht Siegen – hat sich das Gerangel um den zweiten Aufstiegsplatz hinter Meister Stadtoldendorf zu einem Fünfkampf entwickelt. Das VfL-Team um Trainer Mike Mühlenbruch hat als Zweiter aber weiterhin die besten Karten, sich die Teilnahme an der Oberliga zu sichern.

„An unserer Niederlage gibt es nichts zu deuteln. Wir waren gar nicht im Spiel, haben viele Fehler gemacht. Ich gratuliere Barsinghausen. Wer so konzentriert spielt, verdient den Sieg und auch das Lob des gegnerischen Trainers“, sagte Mühlenbruch nach dem Spiel.

Mit einem Wittinger Sieg konnten die rund 70 mitgereisten Wittinger Fans nicht allzu lange rechnen. Zwar führten die Gäste zu Beginn des Spiels. Nach dem 1:0 hatten die Brauereistädter aber nichts mehr zu bestellen.

Barsinghausen glich aus und gab danach die Führung nicht mehr aus der Hand. Dabei halfen die Gäste – die irgendwie blockiert und ängstlich wirkten – durch viele technische Fehler mit. Barsinghausen nahm einige Aussetzer dankend an und kam durch Tempogegenstöße zu einfachen Toren. „Das zermürbt natürlich“, sagte Mühlenbruch, dessen Auswahl in der Offensive keinen guten Tag erwischte.

Obwohl von dem Aufstiegsaspiranten aus Wittingen nicht sonderlich auf die Probe gestellt, wurde TSV-Schlussmann Marc Daseking zum Mann des Abends. „Er hat uns den Nerv geraubt“, analysierte Mühlenbruch. Obwohl Wittingens Trainer eingestehen musste, dass die Würfe seiner Spieler während der 60 Minuten doch immer schwächer und ängstlicher geworden waren.

Zu allem Überfluss zog sich Arne Gades an diesem „schlechten Tag“ für Wittingen noch eine Platzwunde am Kinn zu. Der VfL-Akteur fuhr danach in das Krankenhaus, um sich dort nähen zu lassen.

An den letzten beiden Spieltagen treffen die Brauereistädter, die schon in der letzten Saison das Oberliga-Ticket knapp verpasst hatten, auf die Aufstiegskonkurrenten HSG Plesse-Hardenberg (Sonntag, 29. April) und MTV Braunschweig (Sonnabend, 5. Mai). „Wir bleiben bei unserer Devise: Zwei Spiele, zwei Siege“, sieht Mühlenbruch den Mehrkampf im Aufstiegsrennen gelassen.

Von Matthias Jansen

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