Handball – Oberliga: Gades-Team beim Tabellenzweiten

Wittingen ohne Angst zu den Rattenfängern

Kaum ein Durchkommen: Die Abwehr ist das Prunkstück der Hamelner und wird für den VfL Wittingen (Mitte Torsten Meyer) zur echten Härteprüfung.
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Kaum ein Durchkommen: Die Abwehr ist das Prunkstück der Hamelner und wird für den VfL Wittingen (Mitte Torsten Meyer) zur echten Härteprüfung.
  • VonAndreas Arens
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Wittingen/Hameln. Es gibt wahrlich einfachere Auswärtsfahrten in der Handball-Oberliga, als jene zum Ex-Bundesligisten VfL Hameln.

Vor dem heutigen Gastspiel des VfL Wittingen beim Tabellenzweiten in der Rattenfängerstadt ist der Respekt bei den abstiegsgefährdeten Brauereistädtern zwar groß, aber: Bange machen gilt nicht, wie Wittingens Trainer Christian Gades betont.

„Wir werden uns nicht ergeben und gucken, ob wir die ein oder andere Überraschung parat haben. Wir können uns nochmal Vertrauen für die restlichen Spiele holen“, sagt der Gäste-Coach, dessen Team in Anbetracht der klaren Rollenverteilung „locker“ in die Partie gehen könne. Der klare Außenseiterstatus des Auswärts-VfL erklärt sich allein schon aus dem Tabellenstand. Hameln (41:11 Punkte) hatte als Tabellenzweiter bis vor zwei Wochen (21:21 gegen Tabellenführer Northeim) sogar noch Meisterschaftschancen, während Wittingen (17:35 Punkte) vier Spieltage vor Schluss weiter kräftig um den Klassenerhalt zittern muss.

Am Wochenende könnten die Brauereistädter auf Platz 14 und damit unter den Strich rutschen. Denn der direkte Konkurrent SG Börde empfängt den Tabellenletzten aus Barsinghausen. „Das sollte uns aber keinen Rückschlag für die dann noch verbleibenden drei Spiele geben“, baut Gades für den Fall der Fälle schon einmal vor. Denn eins ist klar: Mit Punkten in Hameln kann und darf sein Team nicht kalkulieren. Der gastgebende VfL verfügt mit gerade einmal 572 Gegentreffern in 26 Partien über die mit Abstand stärkste Deckung der Liga, die Brauereistädter haben statistisch gesehen den zweitschwächsten Angriff.

Die Chancen, nicht die Kinder, sondern die Punkte aus der Rattenfängerstadt zu entführen, sind also als äußerst gering einzuschätzen. Und so lautet Gades’ Credo: „Wir versuchen, uns gut zu verkaufen. Wir wollen in den letzten vier Wochen nochmal an unsere Grenzen gehen.“ Für etwas Zählbares gegen eine solch geschlossene Mannschaft, wie die Hamelner es sind, kann das aber nur reichen, wenn der Gegner mitspielt. Die Osterpause könnte den Gästen da eventuell in die Karten spielen. Gades: „Die Hoffnung ist immer dabei, dass sie nicht ganz im Rhythmus sind.“

Von Andreas Arens

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