Fußball – Kreisliga: VfL verliert Blitz-Wiedersehen in Triangel / WSC nach 4:2 gerettet / Ummern-Coach Alms schnalzt mit Zunge

Wittingen macht direkt wieder Rolle rückwärts...

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Auf Tuchfühlung mit dem Vizemeister. Einholen kann der SV Groß Oesingen (r. Matthias Thölke) den SV Westerbeck zwar nicht mehr, dennoch setzte sich die König-Elf mit 4:2 durch.

ib. Wie gewonnen, so zerronnen. . . Der VfL Wittingen/S. ging beim Blitz-Wiedersehen mit dem SV Triangel in der Fußball-Kreisliga leer aus und rutscht durch die Vorhoper Big Points im Keller-Krimi wieder auf einen Abstiegsplatz ab (siehe oben).

Der Wesendorfer SC indes ist endgültig alle Sorgen los.

VfR Wilsche-N. – SV Leiferde 2:0 (1:0)

Sie kommen aus dem Feiern einfach nicht mehr heraus... Nach der zünftigen Meisterfete gab der künftige Bezirksligist aus Wilsche-Neubokel mit dem 2:0-Erfolg über Leiferde den Anstoß zu einem feuchtfröhlichen Schützenfest-Wochenende. Wobei sich bei der Party-Crowd zunächst noch eine leichte Katerstimmung breitmachte. „Wir waren in der ersten Halbzeit gar nicht da“, monierte Co-Trainer Gerd Kühn. Leiferde sei spielerisch besser gewesen, die 1:0-Führung durch Torjäger Leon Keil entsprang einer eigentlich nicht wirklich gefährlichen Situation und war ergo schmeichelhaft. „Ich bin das erste Mal lauter geworden in der Pause“, betonte Kühn. Die Standpauke wirkte: „In der zweiten Hälfte haben wir sie an die Wand gespielt.“ Zwei Aluminium-Treffer verhinderten letztlich einen noch deutlicheren Erfolg.

TuS Müden-Dieckhorst – SV Meinersen 2:0 (2:0)

Jetzt sind auch die letzten rechnerischen Zweifel vom Tisch: Durch den 2:0-Sieg am Samstag hat der TuS Müden-Dieckhorst den Klassenerhalt sicher. Ganz anders gestaltet sich indes die Lage bei Meinersen: Nach zehn Spielen ohne Sieg kommen die Abstiegsspiele bedrohlich nahe.

SV Triangel – VfL Wittingen 2:1 (2:0)

Vor, zurück, vor, zurück... Wittingen purzelte durch die „unglückliche Niederlage“ (Trainer Peter Dierks) beim zweiten Duell mit Triangel innerhalb von nur vier Tagen (das Hinspiel hatten die Brauereistädter noch 3:2 gewonnen) wieder runter auf einen Abstiegsplatz. Die Pleite sei deshalb unglücklich gewesen, weil seine Schützlinge in der zweiten Halbzeit eine Reihe von guten Torchancen nicht genutzt hätten, Neuzugang Nick Schnöckel bei seinem Debüt ein Elfmeter verweigert worden wäre und Triangels 2:0 eine „klare Abseitsstellung“ vorausgegangen sei. Seine Abwehrspieler seien in der besagten Szene alle stehen geblieben und hätten reklamiert, doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen. Dierks wollte seinen Spielern in diesem Punkt keinen Vorwurf machen, sehr wohl aber für die mangelnde Motivation in Hälfte eins. Wittingen war zunächst harmlos. Jonathan Ackermann hätte sogar auf 3:0 stellen können, war schon an allen Gegenspielern samt Torwart vorbei, traf die Kugel aber nicht richtig. So war Wittingen noch im Spiel. Allerdings fiel der Anschlusstreffer viel zu spät.

VfL Germ. Ummern – FC Brome 3:1 (3:1)

Am Anfang war sie noch da, die Bromer Lufthoheit. Am Ende setzte sich Ummern (M. Mathias Müller) mit 3:1 durch. 

Ummern bleibt im Lostopf um den dritten Platz, blieb gegen Brome trotz vieler fehlender Stammkräfte zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen. „Die Jungs haben im letzten Heimspiel noch einmal richtig Gas gegeben. Das war ein technisch anspruchsvolles Spiel“, freute sich Germanen-Coach Michael Alms. Brome ging zunächst durch Michael März in Führung (10.), doch inszenierte der VfL seine bärenstarken fünf Minuten mit drei Toren. Und was für welchen! Beim Ausgleich hätte Jan Hansen nach einem Pass von Vitalij Sterz aus 16 Metern „direkt Maß genommen“, so Alms. „Zum Zungeschnalzen.“ Sterz traf dann selbst noch zweimal und übernahm die Führung in der Torjägerliste. Genau das sei das Ziel gewesen, erklärte Ummerns Übungsleiter. „Wir wollen unbedingt, dass er die Kanone holt.“ Dabei hätte der Goalgetter sogar noch in einigen Spielen gefehlt, unterstrich Alms. „Da müsste man eigentlich noch ein paar Hütten draufrechnen...“

SV Gr. Oesingen – SV Westerbeck 4:2 (2:2)

Tag des offenen Tores in Groß Oesingen. Zur Halbzeitpause schauten sich die Trainer-Kollegen Torben König und Hartmut Müller nur kopfschüttelnd an ob der anfälligen Abwehrreihen. „Das war ein bisschen Kick and Rush. Ich habe zu ihm noch gesagt, über ein 7:7 könnte sich keiner beschweren, wenn das so weitergeht“, meinte König. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Platzherren ihren Laden aber endlich dicht und gewährten dem Tabellenzweiten praktisch keine einzige zwingende Torchance mehr. Florian Gahrmann, im ersten Durchgang noch ständiger Unruheherd, war abgemeldet. König konstatierte: „Wir hatten den längeren Atem, das Ergebnis war im Großen und Ganzen verdient am Ende.“

TSV Rothemühle – Wesendorfer SC 2:4 (1:3)

Zwischen dem realen und dem „virtuellen“ Resultat lag eine kleine Welt. Angesichts der Vielzahl von Topchancen hätte seine Mannschaft den Platz auch mit einem zweistelligen Sieg verlassen könnte, meinte Wesendorfs Trainer Matthias Hopp. Doch er wollte nicht zaudern, denn der WSC tütete mit dem Erfolg den Klassenerhalt ein. Dabei ging die Partie denkbar schlecht los für die Gäste: Ein Abstimmungsfehler zwischen Torwart und Abwehrspieler führte zu einem Blitz-Elfmeter (2.). Doch der WSC schlug mit drei Buden binnen vier Minuten gnadenlos zurück. „Wir haben schön über außen gekontert“, registrierte Hopp zufrieden. Nur die Ausbeute war eben verbesserungswürdig. Waldemar Bier scheiterte zweimal im 1:1 mit dem Torwart, Dennis Grühl schob den Ball am leeren Tor vorbei. Und so sei es nach dem 2:3-Anschlusstreffer (70.) doch noch einmal ein wenig Hektik aufgekommen. Die zerstreute Waldemar Bier erst eine Minute vor Ultimo mit dem 4:2. Genauso wie die letzten Restzweifel an der Rettung.

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