4:1 – VfL entzaubert den Titel-Topfavoriten MTV Wasbüttel / Erste Halbzeit wie aus einem Guss

Wittingen auf Gipfel der Gefühle!

Abflug! Der Meisterschaftsfavorit MTV Wasbüttel erlebte in Wittingen (l. Marcel Vietze) eine unsanfte Bruchlandung und verlor das Topspiel 1:4. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Ganz offensichtlich hat der geneigte Wittinger Fußball-Gucker einen guten Riecher.

Am gestrigen Sonntag strömten so viele Zuschauer wie schon lange nicht mehr ins Sportzentrum – und wurden Zeuge eines Paukenschlags mit dickem Ausrufezeichen: Topfavorit MTV Wasbüttel erlebte sein blau-gelbes Wunder in Form einer 1:4 (0:3-)Abfuhr beim VfL Wittingen/S. !.

Wenn sie selbst den Aufstieg nicht schaffen sollten, so werden die Wasbütteler am ehesten Wittingen die Daumen drücken. Denn so schnell will das Star-Ensemble der Kreisliga nicht wieder in die Brauereistadt kommen... Schon in der Vorsaison wurde das Team von Udo Hoffmann durch ein 0:2 beim VfL aus allen Träumen gerissen. Ein schlechtes Pflaster also.

„Wir hatten heute einen super Tag – und Wasbüttel einen rabenschwarzen“, freute sich Gipfeltreffen-Gewinner Naim Fetahu. Nicht nur er rieb sich in den ersten 45 Minuten höchst verwundert die Äuglein. Aus einer sicheren Defensive heraus piesackten die Wittinger ihren Gegner gewaltig. Eine Darbierung nahe an der Grenze zur Perfektion. „Ich war ein bisschen überrascht über die erste Halbzeit. Besser geht es gar nicht. Das war die beste Leistung, seitdem ich hier Trainer bin“, staunte Fetahu. Die Gäste ebenfalls. „Die Wasbütteler haben es selbst nicht ganz gefasst.“ Zweimal Sturm-Turbo André Liedtke (17., 35.) und Frederick Heinrichs (26.) düpierten Wasbüttel mit ihren Toren regelrecht. „Wir haben unsere Chancen eiskalt ausgenutzt, waren positiv aggressiv“, hatte Wittingens Coach bis dato rein gar nichts zu mäkeln.

Das sollte sich mit zunehmender Spieldauer im zweiten Abschnitt ändern. Obwohl er in der Kabine noch gewarnt hatte, ließen es die Brauereistädter mit der scheinbar sicheren 3:0-Führung im Rücken etwas zu schludrig angehen. Wittingen ließ nach, Wasbüttel kam ein wenig auf. Und verkürzte. Gut, dass nicht noch mehr passierte. „Wenn die das 3:2 machen, schwimmen wir“, legte sich Fetahu fest. Stattdessen sorgte Guran Krasniqi kurz vor Schluss für die endgültige Schmach.

Tore: 1:0 A. Liedtke (17.), 2:0 Heinrichs (26.), 3:0 A. Liedtke (35.), 3:1 Brodöhl (78.), 4:1 G. Krasniqi (88.).

Von Ingo Barrenscheen

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