Fußball – Bezirksliga: FC Brome muss sich im Kellerduell mit 3:3 begnügen

Wiswedel verdirbt Ex-Club die Tour

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Sie machten sich lang, aber für einen Sieg reichte es für Erik Weis (M.) und den FC Brome gegen Lupo Martini II nicht.

Brome – Direkt nach Schlusspfiff wirkte Hendrik Joswig unentschlossen. Sollte sich der Teammanager des FC Brome nun über diesen Punkt freuen oder ärgern!? Zu einem richtigen Schluss kam er adhoc nicht.

In jedem Fall verpasste es der Aufsteiger zur Fußball-Bezirksliga am gestrigen Sonntag, die nächsten Big Points einzutüten und musste sich mit einem 3:3 (2:2)-Unentschieden gegen den Keller-Konkurrenten Lupo Martini Wolfsburg II begnügen. Nicht Fisch, nicht Fleisch.

Nur mit einem Dreier wären die Burgherren erstmals seit dem vierten Spieltag wieder über die böse rote Linie geklettert, hätten den VfR Wilsche-Neubokel (das Spiel in Vordorf fiel aus) zumindest vorübergehend überflügelt. Doch aus dieser erhofften Momentaufnahme wurde nichts.

Weil die Bromer ihren verheißungsvollen Start ins Spiel nicht konservieren konnten. Wie schon eine Woche zuvor beim 6:0 über Gamsen fanden die Platzherren richtig gut rein und legten durch einen Kopfball-Klassiker von Hüne Riaan-Philipp Schmidt (13.) und ein feines Solo von Mahmut Chabaan (16.) nach Balleroberung (Joswig: „Ein wunderschönes 2:0“) eine komfortable Führung hin. Und der FCB hatte sogar noch die Gelegenheit, mit dem dritten Treffer schon frühzeitig „den Sack zuzumachen. Aber wir kriegen den Ball nicht durchgesteckt“, seufzte Joswig.

Noch nichts ahnend, dass die Begegnung kippen sollte. Mit zwei Buden nach Freistößen, einem direkt vor der Pause, glich die Lupo-Reserve noch aus in Hälfte eins. „Wir haben den Gegner dadurch stärker gemacht, das hat Lupo aufgebaut“, meinte Joswig.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, bei dem die Italiener sogar das 3:2 erzielten (61.). Brome nun mit dem Rücken zur Wand. Eine Niederlage in diesem ungemein wichtigen Match wäre ein No-Go und dicker Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt gewesen. Also Attacke! Erik Weis staubte, ebenfalls nach einem Freistoß, zum 3:3 ab (84.).

Beide Parteien seien spürbar nicht mit einem Punkt zufrieden gewesen, so Joswig. Und dann tat sie sich noch auf, die Riesenchance zum Lucky Punch. Es lief die 87. Minute, als Michael März von der Strafraumkante einen 1a-Schuss losließ. Doch Lupo-Keeper Marcel Wiswedel vermasselte seinen Ex-Teamkollegen die Tour. „Ich konnte erst gar nicht realisieren, wie er da noch rangekommen ist. Eine Weltklasse-Parade, ohne Worte“, staunte Joswig.

VON INGO BARRENSCHEEN

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