Fußball – Kreisliga: Weber kehrt mit SV Groß Oesingen nach Knesebeck zurück

Wird’s wieder wild?

Volle Kraft voraus! Der SV Groß Oesingen (r. Eike Heers) hofft in der Fußball-Kreisliga im Nordkreis-Derby beim VfL Knesebeck (Sascha Bromann, Simon-Miles Soika/v.l.) auf den Fortgang seines Super-Saisonstarts. Foto: Barrenscheen

Knesebeck. Was waren das für irre Duelle in jüngerer Vergangenheit zwischen dem VfL Knesebeck und SV Groß Oesingen? Etwa das 3:3 auf dem Ernst-Hiestermann-Platz in der Vorsaison. Der 7:2-Coup der Einhörner in der gemeinsamen Aufstiegssaison.

Oder der Nachspielzeit-Wahnsinn im Hinspiel (2:3) eben dieser Serie. Wird es am morgigen Freitag (15 Uhr) wieder wild im Nordkreis-Kracher der Fußball-Kreisliga?.

Womöglich wirkt sich die deckungsgleiche Philosophie als Spaß-Bremse aus. Knesebecks Coach Marco Lenz und sein Pendant Detlef Weber arbeiteten drei Jahre lang Seite an Seite, ehe der frühere A-Jugend-Trainer des VfL das Lager wechselte und nun Groß Oesingen im Handumdrehen auf Platz zwei geführt hat. Lenz hält viel von seinem Kollegen und ist „absolut überzeugt“ davon, dass der einstige Mitstreiter sein jetziges Team „taktisch weiterentwickelt hat“.

Große Überraschungs-Momente dürfte es hüben wie drüben nicht geben. „Ich weiß, was auf uns zukommt“, so Lenz. Potentiell eine Knesebeck-Kopie. Was ihn zu dem Schluss bringt, dass es ein „taktisches Geplänkel“ geben könnte. Wobei Weber interveniert: „Wir sind nicht mehr so leicht auszurechnen wie in der Vergangenheit.“ Zumal er gerne in Pep Guardiola-Manier rotieren lässt.

Der ausschlaggebende Faktor wird das Spieler-Material sein, meint Lenz. Und da sieht er beim Gast aktuell einen Vorteil, auch wenn dieser auf Mittelfeldlenker Matthias Thölke (Urlaub) verzichten muss. Die Knesebecker Personallage ist zwar etwas entspannter als beim 4:0 über Parsau. Lenz muss also womöglich nicht wieder selbst seine Stiefel schnüren. Doch im Paket mit dem Sonntags-Duell gegen das nächste Topteam Meinersen sagt Knesebecks Coach: „Wir müssen gucken, wie wir das Wochenende über die Bühne bringen. Nächste Woche werden wir wohl trainingsfrei machen, weil keiner mehr laufen kann...“

Auch Oesingens Trainings-Betrieb verlief durch Blessuren eingeschränkt. Dirigent Weber jedenfalls freut sich ungemein auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mit den vielen bekannten Gesichtern und wünscht sich ein „richtig gutes Derby, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten kommen.“ Also doch! Den Spielausgang sieht Weber „völlig offen“. So wie im Grunde immer.

Von Ingo Barrenscheen

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