Handball – Landesliga LG: Auswärtssieg dank Leistungssteigerung

Die SG VfL wird erwachsen

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Schlag ein! SG VfL-Coach Christian Gades (l.) konnte sich am Ende auch bei Shooter Janosch Kochale bedanken, der in der zweiten Halbzeit auftaute und letztendlich zehn Tore zum 28:24-Auswärtssieg in Embsen beisteuerte.

Embsen – Der Wittingen/Stöckener Handballer scheint wie ein guter Wein zu sein – je länger er reift, umso besser wird er. Das zumindest ließ sich am gestrigen Sonntagabend vom zweiten Aufwärts-Auftritt der SG VfL in der Handball-Landesliga Lüneburg beim MTV Embsen ableiten.

Je länger die Partie dauerte, umso gehaltvoller wurde die Leistung der hiesigen Riege. Und mündete in einem 28:24 (12:13)-Erfolg. „Wir sind froh, dass es mit dem ersten Auswärtssieg geklappt hat. So können wir weitermachen“, freute sich Trainer Christian Gades.

Es deutet sich an, dass das stark veränderte wie verjüngte Wittingen/Stöckener Team Schritt für Schritt erwachsen wird. Denn in weiten Teilen lieferten die Brauereistädter eine reife Vorstellung ab. Von der Anfangsphase einmal abgesehen. „Wir sind richtig schlecht ins Spiel gekommen und konnten froh sein, dass Embsen das nicht bestraft hat“, gestand Gades. Durch Passfehler hätten die Gäste auch gut und gerne mit 1:5 im Hintertreffen liegen können, meinte der Übungsleiter.

Peu à peu berappelte sich der Freiwillig-Absteiger und riss zwischenzeitlich die Führung in der ersten Hälfte an sich. Das Zwischenhoch versiegte zwar wieder ein wenig, doch der knappe Pausenrückstand gab noch keinen Grund zur Besorgnis.

Auch nicht der erneut suboptimale Einstieg in den zweiten Abschnitt (12:15). Denn in den restlichen gut 27 Minuten hätte es Wittingen/Stöcken dann „richtig gut gemacht“, ging Gades’ Daumen nach oben. Im Angriff zog die SG VfL das Spiel nun wie gewünscht mehr in die Breite und schloss selbst in Unterzahl, dann mit dem sechsten Feldspieler als Torwart-Ersatz, immer wieder gekonnt die Lücken. Von der etwas einseitigen Strafen-Auslegung der Schiedsrichter hätte sich sein Team „nicht beeinflussen lassen“, unterstrich Gades. Auch das Aus für Tim Schmidt nach seiner dritten Hinausstellung (50.) „hat uns nicht gejuckt“. Weil Wittingen/Stöcken im Kollektiv stark deckte, Maverick Paulsen dahinter auf dem Posten war und etwa ein Janosch Kochale seine Trefferquote nach Wiederbeginn enorm nach oben schraubte.

Kuriosum: Die tief herabhängende Hallen-Trennwand wurde nicht etwa der SG VfL, sondern den Lokalmatadoren zum Verhängnis. Einmal blieb eine Bogenlampe Richtung leeres Tor kleben, zweimal verfingen sich die scharfen Pässe im von der SG VfL verdichteten Zentrum...

VON INGO BARRENSCHEEN

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