Fußball – 1. Kreisklasse 1: SV Tülau/Voitze muss nach Mallorca-Auszeit in Tappenbeck ran / FCB II gegen „ambitionierten“ HSV

„Wir nehmen derzeit einfach alles mit“

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Oben dran bleiben: Der SV Hankensbüttel (l.) will im Optimalfall drei Punkte aus Brome entführen.

Bis zur Zeitumstellung ist noch etwas hin, trotzdem ändern sich die Anstoßzeiten in den Fußball-Amateurligen bereits. So macht der FC Brome II schon um 12. 30 Uhr am Sonntag den Auftakt für den siebten Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse 1.

Zwei Stunden später folgen dann alle anderen Partien. Mit Ausnahme des TSV Brechtorf, der um 14. 45 Uhr den SV Barwedel empfängt.

FC Brome II – SV Hankensbüttel

Die große Baustelle des FC Brome II liegt weiterhin in der Offensive. Nur mickrige vier Treffer markierten die Burgherren in sechs Saisonspielen. „Das ist schlichtweg zu wenig“, bemängelt FCB-Spartenleiter René Wedekind. Viel mehr dürften am Sonntag dann auch nicht dazukommen – zumindest wenn man einen Blick auf die Tabelle wagt. Denn mit dem SV Hankensbüttel kommt „eine offensivstarke Truppe zu uns, die Ambitionen auf den Aufstieg hegt“, meint Wedekind. Dabei lässt sich das Manko mit den Ladehemmungen leicht erklären. „Wir haben viele Spieler in unseren Reihen, die für Tore gut sind. Aber die sind zurzeit eher in der Defensive gefragt. So auch wieder gegen Hankensbüttel“, erklärt der Spartenleiter.

TSV Fortuna Bergfeld – FC Ohretal

„Wir müssen langsam aber sicher mal wieder zurück in die Erfolgsspur finden“, fordert TSV-Trainer Jörg Hoffmann. „Wir sind noch nicht wirklich angekommen in der neuen Liga.“ Zwar zeigte der Newcomer immer ansprechende Leistungen, doch die Punkteausbeute ist dafür noch zu gering. „Nur schön spielen bringt dann eben auch nichts. Wir müssen auch was Zählbares mitnehmen“, so Hoffmann, der gegen den FC Ohretal fast wieder aus dem Vollen schöpfen kann. „Unsere angeschlagenen Spieler trainieren schon wieder mit. Aber wir wollen noch kein Risiko eingehen“, sagt der Übungsleiter.

SV Tappenbeck – SV Tülau/Voitze

Geschmeidig aus den Zweikämpfen kommen: Der SV Tülau/Voitze (am Ball) darf wieder ran nach der Spielpause. Für den Liga-Krösus geht es zum SV Tappenbeck.

Grund zum Feiern gibt es beim SV Tülau/Voitze derzeit genug. Das wollte sich der Primus in der spielfreien Woche auch nicht nehmen lassen. Zwölf Spieler nahmen sich eine Auszeit vom Fußball und machten sich auf den Weg nach Mallorca, um dort die überraschende Führung zu genießen. Natürlich mit ein paar Kaltgetränken – oder auch ein paar vielen Kaltgetränken. Wohlbehalten sind die dutzend Spieler heimgekehrt und nun bereit für den SV Tappenbeck. „Eine kompakte Mannschaft, die uns ordentlich fordern wird und in der Offensive immer für ein paar Treffer gut ist“, beschreibt Tülau-Trainer Werner Vodde den Kontrahenten. Der Coach musste jüngst die Euphorie bei seinen Schützlingen schon etwas bremsen. „Wir nehmen derzeit einfach alles mit. Doch wir wissen auch ganz genau, dass irgendwann die erste Pleite kommen wird. Trotzdem ist es eine schöne Momentaufnahme.“

TuS Ehra-Lessien – VfL Wittingen/S.

Erneut muss der TuS Ehra-Lessien mit einem Schmalspurkader ins Rennen gehen. „Die Situation ist die gleiche wie noch zuletzt“, so TuS-Trainer Jürgen Schenk. „Aber“ sagt er, „jetzt können sich die Spieler aus der zweiten Reihe wieder empfehlen.“ Und das gegen die Aufstiegsaspiranten VfL Wittingen/Suderwittingen. „Sie scheinen wieder in die Spur gefunden zu haben. Natürlich gehen sie als klarer Favorit in die Partie. Vor vier Wochen hätte ich was anderes gesagt. Dann wäre es wohl ein Duell auf Augenhöhe gewesen“, meint Schenk. Daher ist die Vorgabe auch klar. „Wir müssen versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten. Dann wird das Spiel mit fortlaufender Zeit auch immer offener“, sagt er.

TSV Grußendorf – SV Jembke

Beide Mannschaften kommen noch nicht so wirklich aus dem Quark in der noch jungen Saison. Mit vier Punkten stehen der TSV Grußendorf und SV Jembke im unteren Drittel der Tabelle. Letzterer galt vor der Spielzeit als große Wundertüte. Das scheint sich bewahrheitet zu haben. Das Team von Trainer Alessandro Alfano kassierte unter anderem gegen Barwedel eine deftige Pleite (0:6), siegte aber etwas überraschend zuletzt erst mit 3:1 gegen den TuS Ehra-Lessien. Bei Grußendorf dagegen herrscht eine Ergebniskrise. Seit fünf Spielen wartet der TSV schon auf einen Dreier. Lediglich gleich am ersten Spieltag konnten die Blau-Weißen den Platz als Gewinner verlassen.

TSV Schönewörde – FC Germania Parsau

Insbesondere der FC Germania Parsau hatte sich von dem Saisonstart mehr erhofft. Mit großen Ambitionen ging die Mannschaft von Trainer Niclas Pilz in die neue Spielzeit. Doch bislang enttäuschten die Germanen auf ganzer Linie mit nur vier Punkten aus fünf Partien. Nicht viel besser läuft es beim TSV Schönewörde. Allerdings war bei den Blau-Weißen zu erwarten, dass sie mit dem neuen Spielsystem etwas mehr Eingewöhnungszeit brauchen.

TSV Brechtorf – SV Barwedel

Zwölf Punkte, Platz drei. Der TSV Brechtorf surfte momentan auf einer Euphoriewelle. „Die Stimmung ist auf alle Fälle nicht schlecht. Wir sind sehr zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs die Taktik nach kürzester Zeit schon so gut umsetzen“, freut sich TSV-Trainer André Bischoff. Die Zielsetzung für die kommenden Wochen ist klar. „Wir wollen oben mit dabei bleiben“, so die Vorgabe von Bischoff. Allerdings wird der Trainer selber am Sonntag nicht an der Seitenlinie stehen. Dafür werden die beiden Kapitäne Eike Busch und Marc Heuchling das Kommando interimsweise übernehmen. Das Kommando will der TSV dann auch gegen den SV Barwedel übernehmen. „Wir müssen uns vor allem vermehrt auf die langen Bälle des SV einstellen. Das wird eine knifflige Angelegenheit“, so Bischoff.

Von Jannis Klimburg

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