Handball – Regionsjugend: Wittingen/Stöckens MD siegt ohne Glanz / Isenhagen-Oesingens Küken verlieren hauchdünn

Winterschlaf und Dienst nach Vorschrift

Unsanft gebremst: Die männliche D-Jugend der JSG Wittingen/Stöcken (rot) musste sich im Heimspiel gegen gegen die JSG Sickte III nur selten so ins Getümmel werfen. Das 19:8 fiel in die Kategorie Dienst nach Vorschrift. Foto: Jansen

ib. Winterschlaf? Zu viel Süßkram an Weihnachten? Wie dem auch sei, einige Jugendhandball-Regionsteams kamen am Wochenende nur schwer aus den Startlöchern 2012.

Regionsliga WB

HSC Ehmen –

JSG Wittingen/St. 16:9 (9:3)

Einen dicken Punkte-Vorrat haben sich Wittingen/Stöckens Mädchen ja nicht gerade im alten Jahr angelegt. Dennoch befand sich der Tabellenvorletzte bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Ehmen „noch im Winterschlaf“, merkte Trainerin Rebekka Refardt ironisch an. Bis zum 6:0 fand die JSG, bei der Heinke Witte die verhinderte Lissa Fricke im Tor vertrat, praktisch nicht statt. Halbzeit zwei brachte dann Besserung mit sich, doch auch Ehmen hätte das Tempo angezogen, so Refardt. Ihre Kritikpunkte: „Unsere Trefferquote ist nicht gut, und in der Deckung wurde zu spät zugefasst.“

Tore: Sauer, Schenk (je 3), Voß, Goetzie, Blümel (je 1).

Regionsliga WC

HSG Isenhagen –

MTV Vorsfelde 10:31 (6:15)

Isenhagen lief praktisch mit einer verkappten D-Jugend auf. Einige C-Spielerinnen waren verhindert, andere auf Konfirmandenfahrt: So blieben vom eigentlichen Kader nur zwei Kräfte über. Gleich acht Spielerinnen der D-Jugend sprangen dafür ein! „Obwohl der Gegner körperlich sehr überlegen war, kämpfte mein Team hervorragend“, lobte Trainer Wolfgang Symmank. „Sie spielten sogar besser als in der D-Jugend.“ Selbstredend war die HSG chancenlos. Im Tor bewährten sich Johanna Schulze und Jessica Ehne, die noch einige Chancen entschärften.

Tore: Haarmann (4), Fischer (3), Schulze (3).

Regionsliga WD

HSC Ehmen –

JSG Wittingen/St. 8:24 (1:11)

Wittingen/Stöcken bleibt ein Titel-Kandidat! Nach der Weihnachtspause hätten beide Teams erst einmal zehn Minuten Aufwärmphase benötigt, „um sich zu sortieren“, meinte Trainerin Petra Both-Schulz. „Bis dahin verlief das Spiel ziemlich planlos.“ Dann aber zog die JSG die Zügel an und ließ Ehmen nicht den Hauch einer Chance. Das erste Gegentor fiel erst kurz vor der Halbzeit. Laura Stojanovic war hinten eine sichere Bank und Greta Vahldieck vom Gegner überhaupt nicht zu bremsen. Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Die Tempogegenstoß-Welle rollte und mündete in einen souveränen 24:8-Erfolg. Both-Schulz: ,,Wenn die Chancenverwertung besser gewesen wäre, hätten wir auch locker 40 Tore erzielen können. Aber viele Spielerinnen haben trotz mehrmaligen Aufforderns unten mit oben verwechselt...“

Tore: Vahldieck (11), Stojanovic (6), Behne (2), Schulz, Klopp, Krüger (je 1).

MSG Isenhagen/Oesingen –

TSV Neindorf 17:22 (7:10)

Zu wenig Substanz in der Breite: Isenhagen/Oesingen lebte im Heimspiel gegen Neindorf fast ausschließlich von Lina Haarmann (12 Tore) und Torfrau Rieka Quitschau – zu wenig für einen Sieg. Trainer Wolfgang Symmank: „Leider wurden in der Deckung zu viele Fehler gemacht und oft der Gegner laufen gelassen.“

Tore: Haarmann (12), Fischer (2), Lieb, Ehne, Landa (je 1).

Regionsliga WE

TuS Müden-Dieckhorst –

Isenhagen/O. 17:16 (10:5)

Eine Schwächephase gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Isenhagen/Oesingens E-Jugend in Müden zum Verhängnis. Nach dem 7:5 brach bei der MSG Ladehemmung aus. Nach der Pause kämpften die Gäste wie Löwen. „Joana Hobel war kaum zu bremsen und Rieka Quitschau ließ kaum noch ein Tor zu“, berichtete Coach Wolfgang Symmank. Doch zwei Treffer für Isenhagen/Oesingen wurden nicht gegeben – übergetreten. Außerdem zielte das Team teils zu ungenau. So reichte es trotz der Überlegenheit nicht mehr zum Punktgewinn.

Tore: Hobel (10), Menzendorf (3), Fischer (2).

HSC Ehmen –

JSG Wittingen/St. 12:20 (5:8)

Trainer Sven Metzner klang fast entschuldigend, dass er keine Kritik äußern konnte – denn es gab rein gar nichts zu bemängeln beim Gastspiel von Spitzenreiter Wittingen/Stöcken in Ehmen. Seine Mannschaft hätte „über die gesamte Spielzeit auf hohem Niveau“ gespielt. Die Routiniers unter den Küken legten die Basis für das Spiel der JSG-Youngsters. Metzner lobte die „klasse Deckungsarbeit“. Auch im Angriff hätte die Mischung aus Lauf- und Passspiel gepasst (Spurt von 5:8 auf 8:18). So trug sich ein Trio erstmals in die Torschützenliste ein.

Tore: Schulze (4/1), Thoms (3), Safar, Schneider, Matte, Klopp, Alpers (je 2), de Haan, Metzner, Lücke (je 1).

Regionsliga MC

JSG Wittingen/Stöcken I –

HSC Ehmen 25:18 (11:7)

Aller Anfang 2012 ist schwer... „Das war nicht unser Spiel“, merkte Wittingen/Stöckens Trainer Frank Darges nach dem wenig ruhmreichen Start ins neue Jahr an. „Trotz Pause kann man so nicht als Spitzenreiter auftreten“, monierte er. Ballverluste und unkontrollierte Abschlüsse prägten die erste Hälfte. Schließlich gelang dem Herbstmeister der Absprung von 13:10 auf 19:12. Die Entscheidung. Darges zollte dem Gegner Respekt und meinte mit Blick auf die eigene Leistung: „Wir hingegen müssen uns steigern, sonst wird das im Topspiel gegen Vorsfelde (4. Februar, Anm. der Redaktion) ein Debakel.“

Tore: Arndt (9), Schmidt (6), Goetzie (5), Kuschel, Michael (je 2), Grupe (1).

Regionsliga MD

JSG Wittingen/Stöcken –

JSG Sickte III 19:8 (9:2)

Dienst nach Vorschrift: Wittingen/Stöckens männliche D-Jugend tat beim Aufgalopp 2012 nicht mehr als unbedingt notwendig. Einseitig verlief die Partie dennoch. „Wir haben keineswegs großartig gespielt, lediglich die Abwehrarbeit in der ersten Halbzeit entsprach dem, was wir können“, befand Trainer Andreas Klatt. Ihm war es aber ohnehin wichtiger, dass alle Akteure zum Einsatz kamen, was sich auch in der Torschützenliste widerspiegelt.

Tore: Bartel, Backmeister, Kuschel, Klatt (je 3), Matte, Rot (je 2), Meyer, Gatzke, Kuhl (je 1).

Regionsliga ME

TuS Müden-Dieckhorst –

HSG Isenhagen 30:8 (17:4)

Offen wie ein Scheunentor präsentierte sich Isenhagens jüngster Nachwuchs in Müden. „Bei vielen Jungs fehlte die Deckungsarbeit, dadurch kam der Gegner zu leichten Toren“, erklärte Coach Wolfgang Symmank. Dies änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Da half auch die sehr gute Torhüterleistung von Rieka Quitschau nicht.

Tore: Hobel (3), Wilken (2), Hotze, Ehne, Buhr (je 1).

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