Mächtig Dampf im Duell der Torfabriken: Vassili Lütke beschert Sprakensehl 1:0-Sieg über Wittingen / Vorsprung wächst

Windiger Freistoß entscheidet Spitzenspiel

Hitzige Anfangsphase mit hitzigen Diskussionen: Der SV Sprakensehl und VfL Wittingen/S. gingen im Kreisliga-Topspiel zur Sache. Am Ende entschied ein Tor zugunsten des Spitzenreiters.

Sprakensehl. Es war das Duell der Torfabriken. Doch am Ende entschied ein einziger Treffer das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga. Der SV Sprakensehl behielt gestern mit einem 1:0 gegen den VfL Wittingen/S. die Oberhand.

Verdient oder unverdient? Das war wie so oft Ansichtssache.

Trotz nur eines einzigen Treffers herrschte auf dem Platz alles andere als ein laues Lüftchen. Zum einen blies mächtiger Wind, zum anderen war auf dem Platz von Beginn an viel Dampf drin. Für den Geschmack des Sprakensehler Trainers Rouven Lütke ein bisschen zu viel des Guten: „In den ersten 20 Minuten war es eine überharte Gangart der Wittinger. Erst nach ein paar gelben Karten wurden die ruhiger.“ Das sah VfL-Coach Achim Börstler nicht so: „Der Schiedsrichter hat durch die vielen Karten am Anfang sehr viel Hektik in die Partie gebracht.“

Fußball wurde aber auch noch gespielt. Und das in der ersten Halbzeit auf Wittinger Seite auf eine bessere Art und Weise. „Da war Wittingen im Mittelfeld spielerisch besser“, gestand Lütke. Dabei fehlte bei den Brauereistädtern eine ganze Stange an Stammspielern. Zählbares brachten die Wittinger mit Rückenwind bis zur Pause nicht zustande. Es blieb bei einem torlosen Remis.

Erst im zweiten Durchgang kamen die Sprakensehler etwas mehr in Fahrt, natürlich auch durch die nun vorhandene Windunterstützung. Und der Siegtreffer war dann auch so ein windiges Ei. Vassili Lütke hatte sich den Ball zu einem Freistoß zurecht gelegt. „Das war eigentlich als Hereingabe gedacht“, schmunzelte sein Vater Rouven. So kam der Ball auf dem nassen Geläuf aber vorher auf und sprang ins Wittinger Tor. Das reichte Sprakensehl.

„Das war eine unverdiente Niederlage“, trauerte Börstler den Punkten hinterher. Aber auch das war Ansichtssache, wie Lütke bestätigte: „Wir haben nun einmal ein Tor geschossen und das war verdient!“

Tore: 1:0 V. Lütke (79.).

Von Kai Schüttenberg

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