Hallenkreismeisterschaften – Herren: SVGO lässt Siegeswillen vermissen / Rühen wird Zweiter

Wilsche triumphiert dank Oesingen

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Der neue Kreismeister VfR Wilsche/Neubokel setzte sich in den K.O.-Spielen zweimal im Neunmeterschießen durch. 

Gifhorn. Der SV Groß Oesingen hatte keine große Lust aufs Halbfinale. So kam der VfR Wilsche weiter und sicherte sich schlussendlich den Kreismeistertitel im Hallenfußball. Im Endspiel besiegte der Kreisligaspitzenreiter den Tabellenführer der 1. Kreisklasse SV BW Rühen erst im Neunmeterschießen mit 4:3.

Dass Wilsche überhaupt die Gruppenphase überstand, lag aber daran, dass Groß Oesingen im letzten Spiel der Gruppe A gegen den VfL Knesebeck mit zwei Toren Unterschied gewinnen musste, um selbst weiterzukommen.

Dem SV Groß Oesingen (vorne) wäre beinahe das Weiterkommen geglückt, doch gegen Knesebeck gewann die König-Truppe nur mit 4:3. Das reichte nicht, sehr zum Unmut einiger anderer Teams.

Zweimal schaffte das Team von Torben König eine solche Führung, fing sich dann jedoch beide Male Gegentreffer, die arg nach Wettbewerbsverzerrung rochen, weil die Oesinger nach einem anstrengenden Trainingslager eben ganz schnell nach Hause wollten, wie Torben König zugab: „Eigentlich wollten wir gar nicht an den Kreismeisterschaften teilnehmen. Die Jungs waren platt.“ Eine Wettbewerbsverzerrung wollte König nicht ausgemacht haben: „Wir haben nichts hergeschenkt und haben uns nichts vorzuwerfen.“

Unterschiedlicher hätte es kaum laufen können. Während der VfL Knesebeck (l.) letzter wurde, kam Rühen bis ins Finale.

Sören Henke, Trainer des SV Rühen, fand hingegen deutliche Worte: „Die Oesinger haben sich als ganz schlechte Sportsmänner präsentiert.“ Und auch Bromes Coach Mark-Oliver Schmidt meinte: „Das war kein Fairplay. Dann sollen sie wegbleiben, wenn sie nicht spielen wollen. Ich behaupte, dass sie die Gegentore mit Absicht bekommen haben.“

So war für Groß Oesingen in der Vorrunde Schluss. Brome hingegen kam weiter und traf deshalb auf Wilsche. Erst im Neunmeterschießen setzte sich der VfR gegen die Schmidt-Mannen durch, die sich gegen Triangel immerhin noch Bronze sicherten. Rühen dagegen spielte ein überragendes Turnier, gewann alle seine Gruppenspiele und drehte im Halbfinale gegen Triangel ein 0:1 spät in einen 2:1-Sieg um. Auch im Endspiel lag das Henke-Team zunächst mit 0:1 hinten, schaffte aber den Ausgleich, sodass die Neunmeterschießen-Lotterie den Sieger Wilsche ermittelte. „Wir sind stolz auf unsere Leistung“, meinte Henke dennoch.

Von Christian Thiemann

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