Fußball – Landesliga Frauen: Wahrenholz bezwingt Sparta Göttingen II mit 1:0 und hat Glück

Wilkens’ Aufsetzer führt VfL zum Sieg

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Knapp aber am Ende verdient setzte sich der VfL Wahrenholz (2.v.r.) mit 1:0 gegen Sparta Göttingen II durch. Delia Wilkens erzielte per Aufsetzer den Treffer des Tages für das Team vom Taterbusch. 

Wahrenholz. Manchmal bedarf es auch einer Portion Glück. Nicht nur im privaten Leben, sondern auch beim Sport. Um genauer zu sein: beim Fußball. „Das Glück muss man sich eben auch erarbeiten“, betonte Stefan Theuerkauf, Trainer des VfL Wahrenholz.

Denn die Landesliga-Frauen hatten dieses Glück, als der Referee beim letzten Angriff des Kontrahenten auf Abseits entschied. Zweifelhafte Entscheidung. Doch das war Theuerkauf egal, denn dadurch entschied das Team vom Taterbusch den Saisonstart gegen Sparta Göttingen II mit 1:0 (0:0) für sich.

Mit enger Personaldecke startete der VfL in die Landesliga-Spielzeit. Ohne die beiden Angreiferinnen Maren Hedt und Regina Schulze konnten sich die Gastgeberinnen in der Offensive nicht wirklich austoben. „Uns hat die Tiefe im Spiel gefehlt. Das Zentrum war selten besetzt. Deswegen kamen auch keine zwingenden Chancen dabei heraus“, ärgerte sich der Übungsleiter. Aber hinten ließ der VfL trotzdem nur wenig zu. Was wiederum dazu führte, dass sich die ersten 45 Minuten hauptsächlich im Mittelfeld abspielen. „Wir haben uns gegenseitig neutralisiert“, so Theuerkauf.

Lebendiger wurde die Begegnung dann nach dem Seitenwechsel, weil Theuerkauf zwei Umstellungen vornahm: Alina Vogel kam für Julia Schillberg sowie Alissa Beinhorn für Kathleen Müller in die Partie. Plötzlich wurde die Sparta-Abwehr mehr beschäftigt, was prompt belohnt wurde. Eine Ecke konnten die Gäste nicht konsequent genug klären, sodass sich Delia Wilkens ein Herz fasste und von halbrechter Position das Spielgerät per Aufsetzer in die Maschen verfrachtete – mithilfe des Innenpfostens (60.).

In Folge zeigte die Mannschaft, was wirklich in ihr steckt. Die VfL-Tugenden Leidenschaft und Kampfgeist kamen wieder zum Vorschein nach der Führung. „Das macht uns derzeit einfach aus, dass alle nach hinten mitarbeiten und keinen Zweikampf aufgeben“, lobt Theuerkauf. Und dann hatten die Wahrenholzerinnen beim letzten Sturmlauf der Gäste eben mal das Glück auf ihrer Seite. War in der Vergangenheit auch nicht immer der Fall.

Theuerkauf: „Ich denke, dass der Sieg dann auch in Ordnung geht, weil wir in Summe nicht viel zugelassen haben. Wir wissen aber, dass wir spielerisch noch eine Schippe drauflegen müssen.“

• VfL Wahrenholz: Winkelbauer – Müller (45. Beinhorn), Nikolai, Alms, Stechert – Hannuschka, Wilkens, Wesner (71. Schmolke), Schillberg (45. Vogel) – Kornblum, Claus.

Von Jannis Klimburg

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