Handball – Verbandsliga: Wittingen/Stöcken fährt dezimiert zur TSG Emmerthal

Wieder Jagdreise oder doch ein Krimi?

Das wird eine Herkulesaufgabe: Die Verbandsliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Tim Schmidt) reisen mit einem Rumpfaufgebot am Sonntag zur TSG Emmerthal. 
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Das wird eine Herkulesaufgabe: Die Verbandsliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Tim Schmidt) reisen mit einem Rumpfaufgebot am Sonntag zur TSG Emmerthal.

Wittingen – Den klassischen Tatort werden sie, wenn überhaupt, nur noch in seinen Endzügen sehen können in der ARD. „Aber vielleicht wird der Sonntags-Krimi ja vorverlegt auf 17 Uhr“, sagt Christian Gades augenzwinkernd.

Sollten die Verbandsliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken nämlich tatsächlich das morgige Gastspiel bei der TSG Emmerthal so lange spannend gestalten können, „dass es am Ende zum Krimi kommt“, wäre das sicherlich schon ein Erfolg, meint auch der Trainer.

Denn die personellen Voraussetzungen sind alles andere als vielversprechend. Wie schon zuletzt bei der ersten Heimpleite der Saison gegen den Aufsteiger TV Stadtoldendorf (20:32) fehlen wieder mehrere Stammkräfte. Sodass Wittingen/Stöcken im schlimmsten Fall mit nur neun Mohikanern die weite Rutsche bis vor die Tore Nordrhein-Westfalens auf sich nehmen muss.

Und das zu einem Gegner, der zwillingsgleiche Züge zur SG VfL aufweist: zuhause stark, auswärts eher mau. „Wir haben Emmerthals Heimstärke schon zu spüren bekommen“, pointiert Gades mit Blick auf die 23:34-Jagdreise in der Vorsaison. Damals hätte seine Riege sehr früh sehr klar zurückgelegen. „Sie haben uns damit jeglichen Glauben genommen.“ Deshalb wünscht er sich dieses Mal zunächst einmal einen engen Spielverlauf. „Wir wissen, dass es dort sehr, sehr schwer wird. Aber Emmerthals Ergebnisse zuletzt waren auch nicht berauschend. Und auch wenn unser Kader dünn besetzt ist, haben wir in der Vergangenheit schon ein paar Mal gezeigt, dass wir als kleiner, eingeschworener Haufen in der Lage sind, die Gegner auswärts zu ärgern.“

Wobei der ganz große Zug bei den Brauereistädtern ohnehin nicht mehr drin zu sein scheint. Für Gades eine fast zwangsläufige Entwicklung. „Ohne die Spiele abzuschenken: Aber es geht noch wenig in dieser Saison. Dann plätschert es halt so ein bisschen dahin...“ Ein langweiliges Drehbuch am Tatort Emmerthal soll es aber nicht geben. Immerhin hat Wittingen/Stöcken gegen den unmittelbaren Konkurrenten den aktuellen fünften Platz zu verteidigen. Angesichts der Vorzeichen wäre das eine Art Wunder von der Weser.

VON INGO BARRENSCHEEN

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