Fußball – Kreisliga: VfL Knesebeck gelingt 3:1-Heimsieg gegen SSV Kästorf II

„Wie schön kann Fußball sein!?“

Unter Bedrängnis, aber gewonnen: Niclas Zierenberg (M.) und Knesebeck siegten personell arg geschwächt mit 3:1 gegen Kästorf II.
+
Unter Bedrängnis, aber gewonnen: Niclas Zierenberg (M.) und Knesebeck siegten personell arg geschwächt mit 3:1 gegen Kästorf II.

Knesebeck – „Das sind die Momente, in denen man denkt: Mein Gott. wie schön kann Fußball sein!?“ Detlef Weber, Trainer des VfL Knesebeck, fehlten gestern fast die Worte.

Noch am Morgen hatte Weber Zweifel, ob seine Mannschaft das Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga gegen den Tabellenführer SSV Kästorf II mit Blick auf die personelle Situation überhaupt bestreiten kann – und dann überraschten die Einhörner ihren Übungsleiter mit einem bärenstarken Auftritt sowie einem 3:1 (2:0)-Heimerfolg. Und das wohlgemerkt ohne Daniel Meinecke, Nils Mohr, Tim Krebiel, Marco Jäkel, Steffen Haven und Felix Weitemeier.

„Wir haben diesmal keine wirkliche taktische Ansprache gemacht, sondern sind eher in mentaler Hinsicht auf die Mannschaft eingegangen. Sie sollte mit freiem Kopf in die Partie gehen“, verriet Weber. Genau das tat sie dann auch. Wobei die Blau-Weißen im ersten Abschnitt sogar die gefälligere und auch gefährlichere Mannschaft waren. Bereits nach acht Minuten belohnten sie sich mit dem Führungstor. Chris Sonderhoff, der zusammen mit Co-Trainer Sebastian Sommer („Die beiden haben die gegnerische Defensive ordentlich beschäftigt“) das Sturmduo bildete, versenkte einen Foulelfmeter zum 1:0. Durch ein Eigentor von Christian Auffahrt erhöhte der VfL gar auf 2:0 (35.) und ließ selbst nur eine einzige gegnerische Gelegenheit zu. „Jeder einzelne Spieler hat heute alles gegeben. Selbst als die Kräfte in der Schlussphase etwas schwanden, sind die Jungs immer weiter marschiert“, so der Knesebecker Coach.

Beinahe wäre ein Kopfball von Michel Kühne zum 3:0 in den Maschen gelandet, was wohl die Entscheidung bedeutet hätte. Stattdessen wurde es noch einmal eng. Nach einem Standard waren die Platzherren nicht wachsam und kassierten das 1:2 durch Maurice Kammel (68.). Kästorf drückte zwar immer mehr, doch die Blau-Weißen verteidigten leidenschaftlich und diszipliniert. Das 3:1, erneut durch Sonderhoff (84.), war dann laut Detlef Weber der „Befreiungsschlag“. Dieser letztendlich hochverdiente Sieg zeigt, dass in Knesebeck mit mannschaftlicher Geschlossenheit so einiges möglich ist.

VON FLORIAN SCHULZ

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare