IK-Nachspielzeit: Speckhahn dreht gegen Ex-Team auf / Schöner Sonntag für Weiß

FSV widmet Sieg Pechvogel Büttner

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Genesungs-Grüße an die Nummer 10: Die Spieler des FSV Vorhop-Schönewörde widmeten den Dreier in Brome dem schwer verletzten Kevin Büttner.

Isenhagener Land – Mit Herz-Schmerz zum Dreier: Die FSV Vorhop-Schönewörde prägt heute die IK-Nachspielzeit.

Ein Dreier für Büttner

Es sollte eigentlich eine Gaudi werden. Eine Belohnung für die bislang makellose Saisonbilanz. Doch es wurde „eine beschissene Geschichte“, grämte sich Trainer Arne Hoffart. Er hatte für die Dienstag-Einheit bei der FSV Vorhop-Schönewörde ein Volleyball-Netz mitgebracht, um seine Spieler mit Fußball-Tennis zu belustigen.

Der Spaß wurde nach gut einer Dreiviertelstunde jäh unterbrochen, weil Mittelfeld-Motor Kevin Büttner bei einem langen Ausfallschritt im Rasen hängen blieb. Und sich damit so ziemlich alles gebrochen und gerissen hätte im Fußgelenk/Wadenbereich, was möglich ist, seufzte Hoffart. Das genaue Ausmaß der Verletzungen war ihm gestern noch nicht bekannt – doch der Regisseur wird dem Spitzenreiter der 1. Kreisklasse 1 eine lange, lange Zeit fehlen.

So viel ist klar. „Ein Ende der Leidenszeit ist nicht absehbar. Da kann man gar nichts prognostizieren. Tragisch“, schüttelte Hoffart angesichts des chronischen Verletzungspechs seiner Truppe mit dem Kopf. Deshalb sei das Sportliche in dieser Hiobs-Woche „ganz hinten angestellt“ gewesen. „Das ist ja auch privat eine Katastrophe.“ Wobei: Den 3:0-Auswärtssieg beim Fc Brome II am Sonntag widmeten die Vorhop-Schönewörder dann ihrer Nummer 10 Büttner. Dieser hätte übrigens seinen Humor nicht verloren, meinte Hoffart. „Er hatte für das Training am Freitag abgesagt... Wichtig ist, dass er irgendwie wieder auf die Beine kommt.“ Bis es soweit ist, springt ein alter Bekannter als Aushilfe in die Bresche.

Büttners Aus sei der letzte Schubs für den bisherigen Spielertrainer Dennis Dornuf gewesen, doch noch einmal einzusteigen – er feierte in Brome sein Kurz-Comeback. Hoffart: „Wir haben schon im Scherz gesagt: Der erste Neuzugang beim FSV...“

ManU und Whiskey...

Ob sie wohl mit dem klassischen Schottenrock als Souvenir zurückkehren!? Die Bezirksliga-Fußballer des VfR Wilsche-Neubokel führen in dieser Feiertags-Woche eine gute alte Tradition fort und gehen nach den Städtepartnerschaftsreisen nach Hallsberg (Schweden/2015), Xanthi (Griechenland/2016), Korssun (Ukraine/2017) sowie einem Gegenbesuch der Korssuner im Vorjahr erneut auf Erkundungstour.

Die Mannschaft von Cheftrainer Bernd Huneke reist samt den Bürgermeistern Matthias Nerlich (Gifhorn) und Uwe Weimann (Wilsche) ins schottische Dumfries. Insgesamt 25 Personen machen sich am morgigen Mittwoch von Hamburg aus zunächst auf den Weg zum Zwischenstopp nach Manchester. Dort steht der Besuch des altehrwürdigen Old Trafford Stadion von ManUnited an, ehe es nach Dumfries weitergeht. Dort erwartet die VfR-Delegation ein umfangreiches Programm. Wie die Teilnahme an einem Dartturnier, die Besichtigung einer Brauerei respektive Whiskey-Destillerie und der Empfang der Stadt. Huneke lässt in Schottland aber auch trainieren.

Ex-tremer Ehrgeiz

Nicht nur der Spieler der Woche, Hannes Plaster, brannte am Sonntag beim FC Ohretal ein kleines Feuerwerk ab. Auch der andere Doppeltorschütze Patrick Speckhahn sei bis in die Haarspitzen motiviert gewesen aufgrund seiner Vergangenheit, meinte sein Coach Axel Krüger. Kein Wunder, kickte der Offensivspieler doch gegen seine alte Liebe vom Taterbusch. „Er hat richtig Bambule gemacht“, befand Krüger. Vielleicht war bei Speckhahn aber auch der Groll über den Vortag noch ein Ansporn: Da hatte er seiner Eintracht aus Braunschweig auf der Tribüne gegen Halle vergeblich die Daumen gedrückt (1:1)...

Erfolgreicher Tag

So einen erfolgreichen sportlichen Sonntag hatte Matthias Weiß schon lange nicht mehr. Nachdem er am Sonntag-Vormittag noch für die Altsenioren der SV Gifhorn im Kreisliga-Auswärtsspiel bei der SG Essenrode/Wettmershagen aktiv war und einen 3:1-Auswärtserfolg bejubelte, ging es für ihn nur kurz nach Hause zum Mittagessen und dann zum Spiel der Kreisliga-Herren des SV BW Rühen, bei denen Weiß als Trainer fungiert, gegen den Wesendorfer SC.

Und siehe da: Erneut freute sich Weiß über einen 3:1-Sieg. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie genauso viel Gras fressen müssen wie ich am Vormittag“, grinste Weiß.

VON INGO BARRENSCHEEN UND UND FLORIAN SCHULZ

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