Fußball – Bezirksliga: Wittingen erlebt beim 0:4 gegen Holzland einen „rabenschwarzen Tag“

Wenn es schief läuft, dann richtig...

Ungläubige Blicke in Richtung Schiedsrichter Rene Fricke: Philipp Greve (r.) und Marcel Vietze können den Elfmeterpfiff vor dem 0:2 gegen STV Holzland nicht verstehen. Es war ein gebrauchter Tag für den VfL Wittingen beim 0:4. Foto: Barrenscheen

Wittingen. „Böse, böse, böse. “ Naim Fetahu hatte es spürbar die Laune verhagelt. 0:4 (0:2) auf eigenem Platz gegen STV Holzland: Der VfL Wittingen/S. präsentierte sich gestern nur wie ein Schatten der vergangenen Spiele.

„Ein rabenschwarzer Tag“, winkte der geknickte Trainer ab.

Wer glaubte, der Aufsteiger hätte sich allmählich in der Fußball-Bezirksliga akklimatisiert, erhielt gestern einen dicken Meinungs-Dämpfer. Lethargisch und fehlerüberflutet: Dieses Wittingen erinnerte doch stark an den unterirdischen Saisonstart. „Es war nichts los von unserer Seite“, seufzte Fetahu. Egal, was die Brauereistädter zuletzt auch anstellten: Sie standen mit leeren Händen da. „Mal spielen wir gut und werden nicht belohnt, dann spielen wir schlecht wie heute und werden bestraft.“

Wittingen begann pomadig und wurde gleich mit der ersten Holzland-Chance praktisch aus dem Nichts eiskalt erwischt. Nicht der einzige Bock der Abwehr im weiteren Spielverlauf. Die konsequenten Gäste hätten den Endstand gut und gerne auch schon zur Pause herstellen können. Einmal rettete der Pfosten für den geschlagenen Christoph Pörschke, zweimal der VfL-Keeper selbst. Beim 0:2 kam dann auch noch Pech hinzu: Bei einer Grätsche im Sechzehner sprang der Ball Philipp Greve an die Hand. Elfmeter! „Fragwürdig“ für Fetahu. Aber irgendwie symptomatisch.

Logisch: Wittingen musste etwas riskieren in Hälfte zwei. Marcel Liedtke kam als dritte Spitze. Doch ehe der aufkeimende Druck sich niederschlug, erlitt der VfL den schnellen Niederschlag. Marcel Vietze unterlief einen langen Ball, Tim Pilzecker sagte danke und blies bei den Gastgebern praktisch die Laternen aus (49.). Wobei: Eine Viertelstunde vor Schluss hätte ein Foulelfmeter vielleicht noch einmal ein wenig Hoffnung aufkeimen lassen können. Pustekuchen! Sven Arndt verschoss und setzte der Tristesse die Krone auf.

Feteahu beklagte zusammenfassend eine unglückliche „Kettenreaktion. Wir müssen dieses Spiel abhaken.“ Die wenigen Aktionen, die eine Ruck durch den VfL hätten gehen lassen können, seien postwendend von Holzländer Nackenhieben im Keim erstickt worden. So reicht es ganz gewiss nicht für die Bezirksliga.

Von Ingo Barrenscheen

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