Fußball – Kreisliga: Brome landet nächsten Arbeitssieg / VfL Vorhop steigt ab

Wenig Glanz, maximaler Ertrag

Mit den Gedanken wohl schon beim Pokalfinale: Der SV Groß Oesingen (hinten) unterlag deutlich mit 1:4.
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Mit den Gedanken wohl schon beim Pokalfinale: Der SV Groß Oesingen (hinten) unterlag deutlich mit 1:4.

Isenhagener Land – Nur noch wenige Schritte ist der FC Brome vom Aufstieg in die Bezirksliga entfernt. Seinem Ziel sind die Burgherren mit einem knappen und glanzlosen 2:1-Erfolg gegen den FC Schwülper wieder ein Stück näher gekommen.

Auch weil der VfL Germania Ummern zum zweiten Mal in Folge wieder Federn lassen musste.

Dagegen bleibt der VfL Knesebeck den Grün-Weißen dicht auf den Fersen. Die Einhörner triumphierten dank eines überragenden Daniel Meinecke mit 5:2 beim SV Westerbeck und dürfen ebenfalls weiter von der Bezirksliga träumen. Am anderen Ende des Tableaus verabschiedet sich der VfL Vorhop mit einer 1:2-Pleite in Triangel nun endgültig aus der Kreisliga. Der Neustart mit Schönewörde erfolgt in der 1. Kreisklasse 1.

SV Triangel – VfL Vorhop 2:1 (1:1)

Jetzt ist es dann auch rechnerisch fix: Der VfL Vorhop steigt ab und wird in der kommenden Saison dann als FSV Vorhop-Schönewörde in der 1. Kreisklasse 1 wieder starten. Der SV Triangel dagegen macht durch den knappen Erfolg in der Tabelle einen Sprung bis auf Platz neun. „Beide Teams haben nicht gut gespielt. Aber der Sieg für uns geht dann am Ende in Ordnung“, resümierte SVT-Trainer Robert Müller, der dann aber auch froh ist, wenn die Saison bald vorbei ist.

„Wir hatten viel Pech mit Verletzungen. Außerdem ist die Luft jetzt langsam dann auch raus.“ Immerhin reichte es noch einmal zum achten Saisonsieg. Domenic Langenheim egalisierte die Führung der Vorhoper durch Maxim Horst. Kurz nach Wiederbeginn brachte Dennis Kraack die Hausherren dann sogar in Front. Weitere Hochkaräter ließ der Gastgeber in Folge noch liegen. Doch von den Gästen kam bis zum Schlusspfiff nur noch herzlich wenig, sodass Triangel den Sieg über die Ziellinie bringen konnte.

SV Groß Oesingen – TuS Müden-D. 1:4 (0:2)

Als einen „Schuss vor den Bug“ nahm Torben König die deutliche Pleite gegen den Vorletzten TuS Müden-Dieckhorst war. „Du kannst so ein Spiel natürlich verlieren. Aber die Art und Weise hat mir überhaupt nicht gefallen“, monierte der Trainer des SV Groß Oesingen. Vor allem das Zweikampfverhalten und der fehlende Kampfgeist haben ihn gestört. Die Müdener dagegen, die mit dem Sieg den Klassenerhalt endgültig perfekt machten, waren in allen Belangen überlegen. Folgerichtig führten die Gäste zur Halbzeit auch mit 2:0.

Dennis Obst erhöhte mit seinem zweiten Treffer sogar noch auf 0:3 (59.). Erst danach schien der SV Groß Oesingen seinen Tiefschlaf zu beenden. Ausgerechnet der A-Jugendliche Dominic Hardeland brachte mit dem 1:3 zumindest wieder leise Hoffnungen in die Gesichter der Groß Oesinger. Diese wurde dann aber spätestens elf Minuten später wieder begraben, als Florian Kapproth den Schlusspunkt setzte. „Ich hoffe, dass die Jungs die Ansage jetzt verstanden haben. So dürfen wir uns nicht präsentieren. Bis zum Pokalfinale müssen wir uns noch ein wenig Selbstvertrauen wiederholen“, so König.

SV Westerbeck – VfL Knesebeck 2:5 (1:3)

Sebastian Sommer sprach von einer „gelungenen Mannschaftsleistung“ nach dem 5:2-Erfolg der Knesebecker über den SV Westerbeck. Und das obwohl Daniel Meinecke mit einem Fünferpack (!) die Gäste quasi im Alleingang zum Dreier ballerte. „Er stand irgendwie immer richtig“, unkte der Co-Trainer des VfL Knesebeck im Nachgang. Vor allem über den Flügel wurden die Einhörner immer gefährlich, setzten von den Außen ihren Stürmer wunderbar in Szene. Nur das 1:1 des SV Westerbeck in der 22. Spielminute verhindert den lupenreinen Hattrick Meineckes in der ersten Hälfte.

Die Hausherren präsentierten sich auch nach dem Pausentee in der Defensive offen wie ein Scheunentor. Sommer: „Ihr Plan ist anscheinend nicht so wirklich aufgegangen.“ So konnte Meinecke im zweiten Durchgang noch zwei Treffer nachlegen. Das 5:2 wurmte den VfL daher nur herzlich wenig. Somit bleiben die Einhörner dem neuen Primus FC Brome dicht auf den Fersen und wahren ihre Chance auf den Aufstieg. „Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen und hoffen, dass Brome bald mal Federn lässt“, sagt Sommer.

FC Brome – FC Schwülper 2:1 (1:0)

Nicht geglänzt, aber trotzdem gewonnen: Der FC Brome (am Ball Marvin Keller) hat die Tabellenführung mit einer mäßigen Performance verteidigt.

Ein Duselsieg folgt auf den nächsten. Der FC Brome marschiert schnellen Schrittes immer mehr Richtung Bezirksliga und profitiert dabei auch von den Patzern der Konkurrenz. „Das dürfen wir jetzt nicht mehr hergeben“, betont Teamsprecher Hendrik Joswig, bevor er eine Floskel hinterherschiebt. „Aber wir müssen trotzdem weiter von Spiel zu Spiel gucken.“ Gegen den FC Schwülper ist die Taktik zunächst gut aufgegangen.

Zwar hatten die Gäste mehr Ballbesitz, doch nennenswerte Chancen sprangen in der ersten Hälfte nicht wirklich heraus. Auf der anderen Seite brannte es dagegen im Strafraum gleich zwei Mal lichterloh. Marvin Keller vergab doppelt freistehend vor dem Keeper. Kurz vorher machte es sein Offensivpartner Jannik Thielemann besser. Dieser verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0 (13.). Nach dem Seitenwechsel kreierten die Gäste dann auch einige Hochkaräter. Vorerst konnte sich der FC Brome bei Aushilfskeeper Marc Steckhan bedanken, da dieser den einen oder anderen gefährlichen Schuss rausfischte.

In der 78. Spielminute war er aber dann auch machtlos, als Marvin Stammhammer im zweiten Versuch einnetzte (79.). Doch wie es sich für ein Spitzenteam gehört, kam die Antwort prompt. Thielemann und der eingewechselte Maurice Schultz spielten sich durch Schwülpers Hintermannschaft. Schließlich verwertete Letzterer zum 2:1-Endstand (80.). „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Denn Schwülper hat in Hälfte zwei schon den Ton angegeben“, gab Joswig zu.

VON JANNIS KLIMBURG

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