Fußball: Mehrere Nachholduelle im Kreis erneut angesetzt

Wenig Begeisterung

Noch einmal im Einsatz: Knesebeck (l. Tim Krebiel) und Rühen (Fynn Jennerich) sind am Sonntag jeweils auswärts in Nachholpartien unterwegs.
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Noch einmal im Einsatz: Knesebeck (l. Tim Krebiel) und Rühen (Fynn Jennerich) sind am Sonntag jeweils auswärts in Nachholpartien unterwegs.

Isenhagener Land – Nur zwei Tage vor der Bescherung und deren drei vor dem Festmahl ist für einige Fußball-Teams der Region noch einmal Schwitzen angesagt. Am Wochenende sind nämlich in mehreren Wettbewerben Nachholbegegnungen angesetzt.

Die Chance, dass gespielt werden kann, scheint zumindest etwas größer als in den zwei Vorwochen, als nach den starken Regenfällen sowie dem Bodenfrost nichts möglich war.

Möglich war auch am Knickwall in Gifhorn vor fünf Tagen nichts. Allerdings sollte die Partie des Wittinger Kreispokals zwischen dem heimischen SV Welat Gifhorn und dem SV BW Rühen dennoch stattfinden. Die Rühener reisten somit in die Kreisstadt, wo der Schiedsrichter das Duell aber nicht anpfiff. „Das war natürlich eine Sauerei“, blickt Rühens Coach Matthias Weiß, der selbst in Gifhorn wohnt, zurück. Seitens der Stadt hatte es im Vorfeld schließlich keine Platzbegehung gegeben. Womöglich kann aber eine Woche später gespielt werden. „Da es in dieser Woche trocken geblieben ist, sehe ich die Chancen bei 50:50“, so Weiß, auch wenn er kritisch anfügt: „Am 22. Dezember noch ein Spiel anzusetzen, finde ich schon sehr grenzwertig.“ Dennoch sind die Blau-Weißen am Sonntag (14 Uhr), sofern gespielt werden kann, hochmotiviert. „Man ist im Pokal schnell mal im Finale. Daher nehmen wir das schon sehr ernst“, erklärt Weiß. Dennoch: Die Rühener waren über einen Monat schon nicht mehr im Einsatz. „Die Jungs müssen irgendwann auch mal abschalten. Es ist nicht einfach, die Motivation aufrechtzuerhalten“, weiß der starke Mann auf Seiten der Nordkreisler. Gegen Welat, Vertreter der 1. Kreisklasse 2 („Sie haben gute Einzelspieler, doch wir müssen sie ordentlich beschäftigen“) möchte der Kreisligist seiner Favoritenrolle gerecht werden – auch ohne den am Rücken verletzten Maurice Magnus, dafür aber vermutlich mit Ex-Profi Uwe Möhrle.

Eine abermalige Verlegung des Kreisliga-Punktspiels beim TuS Müden-Dieckhorst am Sonntag (14 Uhr) würde der VfL Knesebeck begrüßen. „Ich finde es unmöglich, dass wir jetzt noch einmal spielen müssen, zumal einige Spieler ja schon mit ihren Familien unterwegs sind“, ärgert sich Knesebecks Coach Detlef Weber. Da die Plätze in einem unebenen Zustand sind, erwartet Weber ein „Glücksspiel“, sieht keinen klaren Favoriten, „zumal wir uns gegen Müden zuletzt immer schwergetan haben“. Die Einhörner haben den Trainingsbetrieb bereits eingestellt, würden dementsprechend wieder einen Kaltstart hinlegen. „Aber das gilt für beide Mannschaften“, so der VfL-Übungsleiter. Für seine Mannschaft geht es theoretisch sogar noch um die Herbstmeisterschaft. Dafür müsste sie allerdings beide noch ausstehenden Nachholbegegnungen siegreich gestalten. Der Druck liegt also eher auf Seiten der Gäste, die gegen den Rangachten („Müden hat sich da unten gut befreit“) definitiv auf Michel Kühne (privat verhindert) und Nils Mohr (verletzt) verzichten müssen.

Bereits zum dritten Mal angesetzt ist das Duell der 2. Kreisklasse 1 zwischen dem SV Langwedel und dem SV Hankensbüttel II. Es soll am Sonntag (14 Uhr) über die Bühne gehen – sofern es der Platz zulässt. „Es bleibt ja noch etwas Zeit. Gefährlich könnte es werden, wenn es noch einmal regnet“, so SVL-Pressewart Dirk Kahrens. Sportlich weitaus mehr unter Druck stehen die Langwedeler, die dringend Punkte im Abstiegskampf benötigen. „Wenn gespielt wird, werden wir natürlich alles geben und versuchen, etwas mitzunehmen“, so Kahrens. Die HSV-Reserve kann im Mittelfeld etwas befreiter aufspielen.

VON FLORIAN SCHULZ

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