Fußball – Kreisliga: Groß Oesinger Coach bleibt bis 2022

Weiter auf Königs Weg

„Es macht mir unheimlich Spaß“: Torben König gefällt die Arbeit mit dem Kreisliga-Team des SV Groß Oesingen. Deshalb bleibt er über den Sommer hinaus Trainer...

Groß Oesingen – Sein Nachname verkörpert einen Adelstitel. Und wenn man so will, trägt Torben König tatsächlich blau(weiß)es Blut in sich. Respektive „Oesinger Blut“, meint Spartenleiter Daniel Evers.

Als Aktiver schoss der einstige Torjäger den SV Groß Oesingen 2013 in die Fußball-Kreisliga, seit 2016 verwaltet er dieses Erbe selbst als Dirigent an der Seitenlinie. Mit Erfolg. Kein Wunder, dass sich der Klub und sein Trainer nunmehr auf eine Vertragsverlängerung für die kommende Spielzeit verständigt haben. Im Paket macht übrigens auch Sören Goltermann als Coach der Reserve weiter.

Der SVGO ist als Tabellenzweiter der Kreisliga A in die Winterpause eingelaufen. Nach der kleinen Leistungsdelle in der Vorsaison gehören die Oesinger also wieder zur Spitze im Gifhorner Oberhaus. Rein sportlich „hat also überhaupt nichts dagegen gesprochen“, bekräftigt Evers. Und auch die Chemie zwischen Mannschaft und Coach passt einfach. Bei den Blau-Weißen ein unabdingbares Kriterium. Dort herrscht gewissermaßen noch Basisdemokratie. Evers: „Ich bin keiner, der solch eine Entscheidung allein trifft. Unser Kapitän Marvin Eilmus hat eine Abfrage gemacht: Soweit sind alle zufrieden. Das passt alles. Wir sind dankbar, dass Torben als einer aus unseren Reihen das so gut macht.“

Die Fußball-Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. „Ich habe nicht eine Sekunde drüber nachgedacht“, pointiert König mit Blick auf seinen Verbleib über den Sommer hinaus. „Mir macht es unheimlich Spaß, bei uns ist es sehr familiär. Wir haben einen Schwung junger Leute bekommen, und da kommt in den nächsten zwei Jahren noch etwas nach, sodass es auch perspektivisch Spaß macht.“

Der 37-Jährige (und damit weiterhin einer der jüngsten Kreisliga-Übungsleiter) wird dann bereits in seine sechste Serie mit seinem Heimatverein gehen. Womöglich dann sogar in der Bezirksliga? Zur Saison-Halbzeit liegt der SVGO nur drei Zähler hinter Primus SV BW Rühen, bestreitet in der Rückrunde sechs von sieben Spielen zuhause! „Wir würden uns mit Sicherheit nicht dagegen wehren“, sagt Evers. Das sieht zwar auch König so. Dennoch tritt er auf die Bremse. „Man muss das große Ganze sehen. Wir sind auf einem guten Weg. Aber nicht, dass man hochgeht und dann chancenlos ist. Oder auseinanderfällt, weil andere Vereine auf die Spieler aufmerksam werden. Wir haben nicht das Ziel vorauszupreschen.“ Und doch käme der Aufstieg auch ihm persönlich ganz gelegen, wie Oesingens Coach augenzwinkernd anfügt: „Ich muss mir ja immer zuhause anhören, dass mein alter Herr nur im Bezirk gespielt hat – vielleicht schaffe ich das wenigstens auf Trainer-Ebene...“

VON INGO BARRENSCHEEN

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