Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz zieht positive Hinrunden-Bilanz – mit Abstrichen...

Weihnachten im So-La-La-Land

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Geht so... Ganz zufrieden sind die Mienen beim VfL Wahrenholz zur Winterpause nicht. Das Taterbusch-Team rangiert in der Fußball-Bezirksliga zwar im Mittelfeld, muss den Blick aber durchaus auch noch nach unten richten.

Wahrenholz. Als sich der VfL Wahrenholz Ende 2016 in die Winterpause verabschiedete, hatte er gerade einmal ein Pünktchen weniger auf der Habenseite als beim jetzigen Christmas-Cut 2017. Und doch ist die Gefühlslage eine andere.

Denn vor einem Jahr stand der hiesige Fußball-Bezirksligist als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz – ergo mit dem Rücken zur Wand. Da liest sich der aktuelle Zwischenstand schon entspannter, bekräftigt auch Co-Trainer Benjamin Wrede.

„Wir sind nicht so in der Bredouille wie im letzten Jahr und können etwas beruhigter in die Weihnachtszeit gehen.“ Was nicht heißt, dass plötzlich Friede, Freude, Eierkuchen herrscht am Taterbusch. Denn die acht Zähler Abstand auf die rote Linie in der Tabelle (so viele waren es übrigens auch nach Ablauf der vergangenen Spielzeit) sind beileibe kein Ruhekissen. Und der Vorsprung könnte auch noch schmelzen, denn im Gegensatz zum VfL haben viele andere Teams noch nicht so früh Feierabend. Noch bis zum 17. Dezember hin sind noch Spiele angesetzt in der Bezirksliga, die unheimlich ausgeglichen sei, betont Wrede. „Es steht noch einiges vor uns.“ 18 Spiele, um genau zu sein nach satten fünf Ausfällen in den vergangenen Wochen. Das Bild ist also noch verzehrt. „Es kann noch in jede Richtung gehen. Wir müssen auch noch ein bisschen nach unten gucken“, wähnt die rechte Hand von Torben Gryglewski den Club noch lange nicht in Sicherheit. Wahrenholz tanz im So-La-La-Land...

Dafür hätten die Schwarz-Gelben noch mehr Konstanz aufs Grün bringen müssen. Die Startschwierigkeiten (nur ein Punkt aus drei Spielen) schrieben die Verantwortlichen dem neuen, wagemutigeren Spielstil zu und sollten Recht behalten. Im Mittelstück drehte Wahrenholz (15 von 18 Punkten, 22:10-Toren) mächtig auf und schloss auch mit Angstgegner wie der TSG Mörse (4:0) oder MTV Isenbüttel (3:2) ab. Ein Level, das nicht gehalten werden konnte. Dennoch sei das Auftreten auch beim überschaubaren Herbst-Programm durchaus positiv gewesen, meint Wrede.

Auffällig: Mit 32 Treffern in bislang zwölf Partien liegt der Schnitt eindeutig höher als noch in der Vorsaison (44 Tore in 30 Spielen). „Offensiv gehören wir mit zu den besten Fünf in der Bezirksliga – man sieht, dass wir uns in dieser Richtung verbessert haben“, so Wrede. Kehrseite der Medaille: Es hagelte auch mehr Gegentore. Noch fehlt die richtige Balance im Wahrenholzer Umschaltspiel. „Das haben wir uns für die zweite Saisonhälfte auf die Visitenkarte geschrieben“, unterstreicht der Co-Trainer. Die letzte Mission für Gryglewski und Wrede, die im Sommer bekanntlich zur SV Leiferde wechseln.

Dass der VfL nicht so sattelfest stand, lag allerdings auch am personellen Roulette. Nicht nur dass den VfL zwischenzeitlich ein „massives Torwart-Problem“ heimsuchte durch die Ausfälle von Justus Ganz und Mats-Ole Herz. Auch in der Viererkette „mussten wir zu oft rotieren“, beklagt Wrede. Verbunden mit der Hoffnung, dass 2018 einige Leistungsträger wieder auf den Platz zurückkehren. Wie Chris Hartmann. Wie Simon-Miles Soika. Wie Julian Koch. Oder wie Niklas Germer.

Von Ingo Barrenscheen

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