Fußball – Kreisliga: Schmidt-Team darf weiter träumen / Großbaustelle Ummern / Knesebecks Kampf gegen Heimschwäche

Weidmannsheil! Der Jäger FC Brome will sich oben ranpirschen

Wer steht am Ende ganz oben? Vielleicht Knesebeck (hinten Nils Mohr) oder Ummern (Jannes Drangmeister).
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Wer steht am Ende ganz oben? Vielleicht Knesebeck (hinten Nils Mohr) oder Ummern (Jannes Drangmeister).

Isenhagener Land – Groß gegen Klein: Dieses vermeintliche Ungleichgewicht hat am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Kreisliga Hochkonjunktur. Gibt es die erwarteten Favoritensiege. Oder den Zwergenaufstand?.

VfL Germania Ummern – TuS Müden-Dieckhorst

Wenn Jörg Drangmeister an das Hinspiel zurückdenkt, fährt ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Damals noch als Zuschauer vor Ort, erlebte er eine „richtig grottige Leistung“ des VfL Ummern beim 2:4. Die Pleite wurde zum Fallstrick für seinen Vorgänger Thorsten Hahn und führte zu dessen Entlassung. Daher werde der Tabellenzweite den Teufel tun, den Tabellenvorletzten „zu unterschätzen“. Erst Recht, weil die Germanen gerupft sind am Sonntag. Mit Jannes Drangmeister (5. Gelbe Karte), Andre Sterz (Arbeit), Maximilian Kutz (Urlaub) sowie Tristan und wohl auch Sebastian Kuhls (beide verletzt) fallen fünf Stammkräfte aus. Darunter die etatmäßige Innenverteidigung, ein Sechser und Schaltzentrale Drangmeister. Baustellen allenthalben also. Doch der VfL-Coach lässt das nicht als Ausrede gelten: „Ganz kompensieren können wir das nicht, aber ich hoffe, es reicht noch. Wir sind mit einer guten Leistung noch immer in der Lage, die drei Punkte zu holen. Das erwarte ich auch.“

VfL Knesebeck – TSV Hillerse II

Kosten die vielen Heim-Unentschieden den VfL Knesebeck am Ende womöglich den Aufstieg? Das jüngste 2:2 gegen Ummern war bereits die fünfte Punkteteilung am Ernst-Hiestermann-Platz in dieser Serie. Aus aktuellem Anlass könnte man unken: Es ist etwas Sand im Getriebe... Und sollte am Sonntag das halbe Dutzend voll werden, wäre das erst Recht eine herbe Enttäuschung. Denn es gastiert der Neuling und Tabellenzwölfte Hillerse II in Knesebeck. Co-Trainer Sebastian Sommer beklagt „die fehlende Konstanz“, lässt aber keine Zweifel am Nahziel aufkommen: „Wir brauchen uns nichts vormachen, es müssen auf alle Fälle die drei Punkte her, egal wie. Und wenn es ein dreckiges 1:0 ist. Damit wir wieder eine positive Tendenz hinbekommen.“ Und damit dem treuen Publikum wieder ein bisschen Spektakel geboten wird. Verzichten muss der VfL auf Niclas Zierenberg (5. Gelbe Karte). Derweil versucht Torjäger Daniel Meinecke noch, bei der Arbeit freizukriegen.

MTV Gifhorn II – SV Groß Oesingen

„Schön zu hören“ seien sie gewesen, die Punktverluste der Spitzenteams. Doch nur weil der SV Groß Oesingen (4:0 in Hillerse) dadurch wieder näher an die Aufstiegsregion herangerutscht ist, gibt Trainer Torben König nicht direkt neue Parolen aus. „In erster Linie müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“ Dann könne man weitersehen. Das Gastspiel beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Gifhorn stuft er als „ganz, ganz gefährlich“ ein. „Meine Spieler müssen das 9:0 aus den Köpfen kriegen“, betont König. Im Hinspiel fügte sein Team der MTV-Reserve die höchste Saisonpleite zu. Nur dürfe deswegen keiner im SV-Lager denken, es geht von allein. „Wir sind quasi selbst unser größter Gegner“, mahnt König. „Gegen eine Mannschaft, die hoffnungslos am Ende liegt, ist es ganz schwierig, fokussiert zu sein.“ Letztlich soll aber logischerweise ein Pflichtsieg herausspringen für die Riege um Eike und Constantin Heers, die beide „hoffentlich gesund aus dem Ski-Urlaub zurückkommen.“

FC Brome – SV Triangel

Ja, will denn keiner aufsteigen!? „Es kommt einem so vor“, sagt Bromes Trainer Mark-Oliver Schmidt beim Blick auf den vergangenen Spieltag und schiebt hinterher: „Die Ergebnisse halten uns am Leben.“ Brome ist weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze und will sich für die kommenden Topspiele in Stellung bringen gegen den Tabellenachten Triangel. „So lange du das Gefühl hast, du kannst oben was reißen, ist man mehr motiviert als wenn du merkst: Die Reise ist vorbei.“ Die zwei Wochen spielfrei seien „gut zum Durchschnaufen“ gewesen, meint Schmidt. Einzig Mahmut Shabaan könnte gegen den SVT noch fehlen. Fehlender Rhythmus sei für ihn kein Faktor. Vielmehr eine reine Motivations-Frage bei seiner jungen Riege. Bromes Übungsleiter unterstreicht: „ Wir müssen punkten, damit wir uns ein bisschen oben rantasten können.“

SV Meinersen – FC Schwülper

Auch Schwülper gehörte zu den prominenten Opfern des Vorwochenendes (3:5 gegen Westerbeck) und darf sich im Grunde keine weiteren Einbußen für den Augenblick erlauben, wenn Platz eins nicht etwas aus dem Blickfeld geraten soll. Doch wie gefährlich Meinersen ist, zeigt der 2:0-Paukenschlag bei Spitzenreiter Rühen. Der Gegner bietet durchaus Stolper-Potenzial für den FCS.

SV Leiferde – SV BW Rühen

Statt einer neuerlichen Initialzündung in Spiel eins nach der Trennung von Trainer Andre Thiele erlitt der Überflieger aus Rühen gegen Meinersen einen Dämpfer (0:2). Glück im Unglück: Auch die Verfolger patzten oder nahmen sich gegenseitig die Punkte weg, sodass Blau-Weiß sich noch auf dem Thron hält. Allerdings hat der Aufsteiger auch schon mehr Spiele absolviert als der Rest. „Mit einem Dreier hätten wir uns absetzen können“, bekräftigt Interimscoach René Boße. Gegessen. Der Überraschungs-Primus schaut nach vorne. „Wir wollen uns so lange wie möglich oben festbeißen. Es soll schwer sein, an uns vorbeigehen“, gibt Boße die Devise aus. Immerhin steht nun eine wegweisende Saisonphase bevor, die die Richtung festlegt. Allerdings wartet mit dem Gastspiel in Leiferde eine knifflige Aufgabe. Schon das Hinspiel ging 1:2 verloren. „Wir können uns auf eine harte Partie einstellen. Aber im Training war Power drin. Wir können es anders und das wollen wir auch zeigen.“

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