Fußball – Wolfsburg-Heimspiele kollidieren mit Amateuren / Rühens Coach Henke stellt Antrag / Veto zum Sonnabend

Wegen Euro-VfL: Früherer Anstoß in Gifhorn!?

Überschneidung: Durch die Europa League-Spiele der Wölfe (l. Luiz Gustavo) kollidieren die Bundesliga-Partien...

Gifhorn/Wolfsburg. So schön die Rückkehr ins internationale Geschäft für den VfL Wolfsburg auch ist: Die Europa League hat auch ihre Schattenseite. Einige treue Fans sind gleichermaßen Amateurkicker aus der unmittelbaren Umgebung.

Durch die Donnerstag-Auftritte gegen Everton und Co. bestreiten die Wölfe das Gros ihrer Bundesliga-Heimspiele sonntags. Und befinden sich damit auf Kollisionskurs mit den Partien ihrer eigenen Anhänger!.

Einer davon ist Sören Henke. Der Trainer des SV BW Rühen (1. Kreisklasse 1) ist gleichermaßen Vorsitzender des neu gegründeten Fanclubs Meilenwölfe. Und hat stellvertretend einen Antrag an Gifhorns Kreisspielausschuss-Vorsitzenden Heinz Jeske verfasst, der in den kommenden Tagen eintrudeln soll. Henkes Intention: Immer wenn der VfL sonntags daheim spielt, soll der Kreis Gifhorn mit seinen Spieltagen auf Sonnabend ausweichen. Der Kreis Wolfsburg hat dieses System für seine Kreisliga installiert. Für Henke das Vorbild. Denn nicht nur in Rühen, sondern auch bei vielen anderen Clubs aus der Region wären viele VfL-Fans von dieser Überschneidung betroffen.

Sonnabend-Spieltage im Kreis Gifhorn? Zumindest für diese Variante gibt’s von Jeske kategorisch ein klares Veto! Einzelfälle ausgegenommen. Denn das würde den NFV-Statuten widersprechen. „Mir sitzen die Paragraphen im Nacken. In der Satzung ist ganz klar verankert, dass die Jugend am Sonnabend das Vorrecht hat. Daran muss ich mich halten.“ Bei Vereinen mit vielen Nachwuchsteams seien die Plätze sonnabend praktisch ausgebucht. Dort zusätzlich noch Herren-Spiele reinzuquetschen, wäre nahezu ein unmögliches Unterfangen, betonte Jeske. Das kann Patrick Stau unterstreichen. Der Coach von Rühens Staffelgefährten TSV Bergfeld hat noch zwei Jugendriegen unter seinen Fittichen, würde ins Rotieren kommen.

Sein Kollege Henke hat in seinem Gesuch aber auch noch Plan B eingebaut. „Wenn wir die Spiele am Sonntag vorziehen würden, wäre allen geholfen.“ Etwa auf 11 Uhr. Das wäre ausreichend Puffer. Die Rühener selbst, aber auch Bergfeld oder der SV Osloß haben einige Partien an besagten Doppelungs-Sonntagen bereits früher ansetzen lassen, um Hobby und Stadionbesuch unter einen Deckel zu bekommen. „Bei uns haben acht Leute eine Dauerkarte. Von daher würden ihnen frühere Anstoßzeiten schon entgegenkommen“, findet auch Stau.

Kick-Off um 11 Uhr: Das wiederum sei im Grunde kein Problem, meint Jeske. „Wenn die Gegner mitspielen, habe ich nichts dagegen. Ich sehe ja ein, dass viele zum VfL wollen.“ Derlei Zeitverschiebungen würden nicht einmal Verlegungs-Gebüren kosten. Von daher womöglich für alle Seiten eine gute Kompromisslösung.

Von Ingo Barrenscheen

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