Kommers zum 100-jährigen Bestehen des TV Emmen: Verein feiert in „behaglicher Stimmung“ / Nur sechs Vorsitzende

Wechselvolle Geschichte, viel Kontinuität

Hoch das Bein: Eine Gruppe Pinguine unterhielt das Publikum am Kommersabend des TV Emmen. Es war ein toller, sportlicher, wenn auch watscheliger Auftritt an diesem Abend. Zum 100. Geburtstag war der Saal im Gasthaus Pasemann gut gefüllt. Fotos: Ohse (6)

Emmen. „100 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Und die Welt ist eine andere geworden. “ Das, was Bürgermeister Martin Rausch in seinem Grußwort am Kommersabend des TV Emmen zum 100. Geburtstag sagte, gilt insbesondere für diesen Sportverein.

Denn der erlebte eine wechselvolle Geschichte, wie der Vorsitzende Dirk Köllner skizzierte. Gegründet als Turnverein unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg, musste der 50 Jahre später erneut zum Leben erweckt werden.

Deutlich größer war die Konstanz des TVE bei seinen Vorsitzenden. Ganze sechs wurden für die 100 Jahre benötigt. Viele Funktionäre brachten sich jahrelang ein. Das könnte an der guten dörflichen Gemeinschaft liegen, die Ralf Thomas vom NFV-Kreisvorstand ausdrücklich lobte. „Es ist nicht bei jedem Verein so voll, wenn ein Jubiläum gefeiert wird“, stellte er angesichts des gut besetzten Saals bei Pasemann fest.

Und: „Man merkt den sportlichen Geist und spürt die schöne Gemeinschaft. Es ist behaglich hier.“ Auch das sei nicht überall so. „Der Verein ist alt, wenn auch nicht der älteste. Aber ihr könnt stolz auf euren Verein sein“, sagte Thomas. Gemeinschaft, Kameradschaft und Geselligkeit würden nicht nur im Sport gelebt. „Hier fühlt man sich beim gemeinsamen Sport wohl. Es geht nicht ausschließlich um Leistung“, so Thomas.

„Über den Sport und das Vereinsleben finden wir zum respektvollen und freundschaftlichen Erleben miteinander“, hob der Vorsitzende Köllner hervor. Diese gute Arbeit wolle man auch fortsetzen. KSB-Vorsitzender Werner Riedel gratulierte im Namen des Niedersächsischen Sportbunds mit der Heinrich-Hünecke-Plakette. „Auch wenn es nicht mehr nur um Boxen oder Turnen geht. Es ist gut, dass der Name TV beibehalten wurde“, lobte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Andreas Kuers die Aufrechterhaltung von Traditionen. Dank und Anerkennung gab es auch von Landrätin Marion Lau. „Hier ist viel Leben und hier ist es warm. Man ist nicht alleine, und man kann nur gewinnen“, lobte sie das Ehrenamt. Zahlreiche Vereine machten zum Kommers ihre Aufwartung. Besonders hervorgehoben wurde dabei die bereits seit 40 Jahren währende Zusammenarbeit mit dem SV Hankensbüttel im Jugendbereich.

Von Burkhard Ohse

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