Fußball – 1. Kreisklasse 1: Der Bergfeld-Kapitän spricht über seine Leidenszeit

Weber: „Das war einfach nur die Hölle!“

Robin Weber, Kapitän und Torjäger des TSV Fortuna Bergfeld (M.), fällt zurzeit mit einer Knieverletzung aus. Ein Ende der Leidenszeit ist langsam in Sicht. Anfang Oktober hat der 21-Jährige den nächsten MRT-Termin. Dann soll es bald endlich wieder auf den Rasen gehen.

Bergfeld. Er fuchtelte wild mit den Armen, rannte auf und ab, gab seinen Mitspielern zahlreiche Tipps.

Die Rede ist von Cristiano Ronaldo, der bei der Europameisterschaft 2016 mit einer Verletzung ausgewechselt werden musste, aber mit genauso viel Elan an der Seitenlinie weitermachte und seinen Boss Fernando Santos unterstützte. Und das mit Erfolg – Portugal schnappte sich die EM-Krone. In der gleichen Situation sah sich vor drei Monaten Robin Weber, der beim entscheidenden Aufstiegs-Relegationsspiel für seinen TSV Fortuna Bergfeld aufgrund einer Knieverletzung nicht mitwirken konnte. Nun wartet der TSV weiterhin auf seinen Kapitän.

„Es war eine richtige Qual! Das war die Hölle, einfach nur zugucken zu können und der Mannschaft nicht zu helfen. Man fühlt sich eben total hilflos“, beschreibt Weber die vergangenen Wochen seiner Leidenszeit. Doch langsam aber sich geht es bergauf für den 21-Jährigen. Mittlerweile kann Weber schon bedingt mit der Mannschaft trainieren. Doch bis zum ersten Einsatz seit seiner Knieverletzung braucht es wohl noch etwas Zeit. „Derzeit gehe ich zur Physiotherapie und Anfang Oktober wird dann das nächste MRT gemacht. Ich hoffe, dass ich dann bald wieder mitwirken kann“, meint der Audi-Auszubildende.

Weber ist nicht nur als Leitwolf für das gesamte Team extrem wichtig, sondern war in der vergangenen Spielzeit auch der mit Abstand beste Torjäger der Blau-Weißen. Dabei war die Rolle als Stürmer gar nicht eingeplant. „Wir hatten wen gebraucht, der Tore schießt und deswegen hat mich der Trainer in den Angriff gestellt“, erklärt Weber. „Irgendwie hat es dann auch direkt funktioniert und ich hatte richtig Spaß dran“, scherzt er. Denn eigentlich ist Weber eher in der Defensive zuhause. Normalerweise läuft er als Innenverteidiger oder Sechser vor der Abwehr auf. Aber anscheinend hatte Coach Jörg Hoffmann damals den richtigen Richer gehabt.

Dabei wäre Weber fast gar nicht im Herrenbereich des TSV Fortuna Bergfeld gelandet. Denn der 21-Jährige stand in der letzten Saison in der A-Jugend vor einer schwierigen Entscheidung. Alle seine Freunde entschieden sich nach dem Abschied aus der JSG Parsau/Bergfeld/Tülau zu einem Wechsel zu den Germanen aus Parsau. Auch Weber spielte mit dem Gedanken: „Das Probetraining hat Lust auf mehr gemacht und alle Mitspieler waren auch echt total nett zu mir.“ Doch schließlich entschied er sich dann doch für einen Verbleib beim TSV Fortuna Bergfeld. „Ich gehöre einfach hierher“, betonte er.

Weber braucht den TSV, und die Fortuna braucht ihren Kapitän. Doch auch ohne den Leistungsträger läuft es rund nach dem Aufstieg in die 1. Fußball-Kreisklasse. Die Blau-Weißen haben sich schnell in der neuen Spielklasse akklimatisiert, stehen mit sieben Punkten im gesicherten Mittelfeld. Die nächsten Zähler sollen am Sonntag (15 Uhr) gegen den TSV Brechtorf eingefahren werden. „Wir müssen auf die schnellen Offensivspieler aufpassen“, sagt Weber.

Von Jannis Klimburg

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