VfL Wittingen ernennt Manfred Hallmann zum Ehrenmitglied / Jugend-Boom

Wandelnde Handball-Historie

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Besondere Anerkennungen: Der Spieler des Jahres Torsten Meyer (v. l.), Ehrenmitglied Manfred Hallmann, die Sportlerin des Jahres Julia Schulze und der Sportler des Jahres Jan Schmidt.

Wittingen. Hinter den Handballern des VfL Wittingen liegt ein äußerst intensives, weil ereignis- und arbeitsreiches Jahr. Verknüpft mit einigen Höhen und Tiefen, wie Spartenleiter Kai Schüttenberg bei der Jahreshauptversammlung erörterte.

Ganz neue Saiten habe der Club im Herrenbereich durch die reibungslose Integration des MTV Stöcken (siehe auch Bericht links) aufgezogen, alte Mauern eingerissen und die Zukunft des Handballs eingeleitet. Eine gute Mischung.

Das Besagte Auf und Ab betraf die sportlichen Entwicklungen. Nach drei Jahren Oberliga stieg die erste Herren 2017 wieder in die Verbandsliga ab und musste zudem eine komplette erste Sieben durch Eigengewächse auffüllen. Trotz der widrigen Umstände stehe das Team in der Tabelle absolut ordentlich da. Gute Nachrichten hingegen aus dem Damensektor: Die Reserve mischt munter im oberen Tabellendrittel mit, die Erste hat nach dem Aufstieg in die Landesliga und einem Trainerwechsel die Anpassungsschwierigkeiten abgelegt und Fuß gefasst.

Einstimmig wurden Abteilungsleiter Kai Schüttenberg und Sebastian Schulze (Schriftführer) für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Eine große Landkarte mit unterstrichenen Ortsnamen begleitete den Bericht von Volker Schneemelcher zur JSG Wittingen/Stöcken. Aus dem gesamten Nordkreis kommt der Handball-Nachwuchs. „Wir haben seit Jahren einen ungebremsten Zulauf. In der kommenden Saison werden wir voraussichtlich wieder 13 Mannschaften mit dann aber über 200 Kindern und Jugendlichen sein.“ Dieser Boom erhöhe zwangsläufig die Verantwortung gegenüber den jungen Spielern und den Eltern. „Es zeigt uns aber auch, dass wir mit der Art und Weise des Trainings auf dem richtigen Weg sind“, pointierte Schneemelcher. Ziel müsse es daher sein, diese hohe Qualität in der Ausbildung weiter zu gewährleisten. Aktuell spielen Jannis Dankert und Maxim Lang in der Bezirksauswahl und bereiten sich auf die Sichtung der Niedersachsen-Auswahl vor. Fünf Jungen des Jahrgangs 2006 und zwei 2007er nehmen am Training des Regionsstützpunktes teil.

Mit einer schwungvollen Moderation und charmanten Personen-Portraits führten Schüttenberg und Tatjana Sablottny dann durch den Tagesordnungspunkt Anerkennungen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Kai Eschert, Mirja Lücke, Florian Hildebrandt, Diana Rex, Richard Germer, Anja Schulze, Timo Kiehm, Sebastian Schmidt und Tatjana Sablottny geehrt; für 40 Jahre Jörg Hallmann, Sigrid Kiehm, Maik Brauner und Marco Berghoff sowie für 60 Jahre Günther Franke.

Eine Ehrung für 65-jährige Mitgliedschaft sähen die Statuten nicht vor. Würde man ein Buch über seine Verdienste schreiben, wäre es gewissermaßen ein Lexikon über die Geschichte der Handballabteilung des VfL Wittingen. Einstimmung und unter großen Beifall wurde Manfred Hallmann zum Ehrenmitglied des Vereins vorgeschlagen.

Die Wittinger Handball-Abteilung zeichnete bei der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder aus.

Zur Sportlerin des Jahres wurde Julia Schulze gekürt: Sie ist aktive Handballerin, Jugendtrainerin, Zeitnehmer oder Sekretär am Tisch oder einfach auch mal Kindermädchen. „Ein Nein gibt es in ihrem Wortschatz nicht“, betonten die Juroren. Das männliche Pendant bildet Jan Schmidt: Mit außergewöhnlichem Engagement, viel Herzblut und Leidenschaft ist er für den Verein im Vorstand, als Spieler, Schiedsrichter und Ansetzer in Bewegung. Fehlt noch der Spieler des Jahres: Da fiel die Wahl auf Torsten Meyer, der nicht nur durch seine sportlichen Leistungen überzeugt hätte, sondern mit seiner liebenswerten Art beim Publikum ein Stein im Brett habe.

Von Ulrich Bleuel

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