Fußball – 3. Kreisklasse 1: Wittingen III und HaMa mit Trotzreaktionen / Sprakensehl II fällt aus Raster

Wandelbar – wunderbar!

Wittingens Bastian Albrot (M.) glich gegen Knesebeck mit einem Freistoß aus. Letztlich freute sich die VfL-Drittvertretung über einen 3:1-Heimsieg im Derby. Foto: Jansen

Spieltag der Heimsiege in der 3. Fußball-Kreisklasse 1 – lediglich der SV Sprakensehl II erwies sich am Sonntag in Steinhorst als unbeugsamer Gast und fiel aus dem Raster. Wittingen III und Hagen-Mahnburg zeigten sich wandelbar – wunderbar!.

Wesendorfer SC II –

SV Langwedel II 7:0 (4:0)

Spätsommer im Gifhorner Nordkreis. Auf Temperaturen kam bei strahlenden Sonnenschein jedoch nur der Wesendorfer SC II. Langwedel hätte sich zwar zu jeder Zeit bemüht, so WSC-Trainer Sascha Kornblum, geriet aber trotzdem hoffnungslos unter die Räder. „Es ging nur auf ein Tor“, meinte ein zufriedener Kornblum. Hätten die Gastgeber in ihrer Schwächephase nach der Halbzeitpause ihre klaren Chancen besser ausgenutzt, hätte es auch zweistellig ausgehen können.

Tore: 1:0 Dreher (10.), 2:0 Damert (26.), 3:0 Hopp (31.), 4:0 Rott (43.), 5:0 Schupp (80.), 6:0 Beckmann (84.), 6:0 Damert (90.).

TSV Schönewörde II –

SC Hagen-Bokel 2:0 (1:0)

Schwein gehabt, Schönewörde! Als noch zehn Minuten zu spielen waren und der TSV schon mit 2:0 führte, gab es Strafstoß für die Gäste. „Wenn der drin ist, wird es hektisch“, ahnte TSV-Trainer Detlev Dierks. Doch die Gäste zeigten Nerven und schossen die Kugel über den Kasten. Es blieb schließlich beim 2:0. Zuvor war es ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Schönewörde ging in Führung, Hagen-Bokel drückte nach der Pause ohne Erfolg.

Tore: 1:0 Meinecke (35.), 2:0 Wilde (70.).

VfL Wahrenholz III –

SV Wagenhoff 5:2 (2:1)

In der untersten aller Spielklassen gibt es nicht immer feine Fußballkost für die Zuschauer. In Wahrenholz am Sonntag schon. „Ein gutes Spiel“, fand Co-Trainer Daniel Weiß. Es ging hin und her – besonders in den ersten 45 Minuten. Wagenhoff kam nach sieben Minuten in Hälfte zwei noch zum Ausgleich, davon ließ sich der VfL allerdings nicht nervös machen und schaltete noch einen Gang hoch. „Wir haben den Ball dann besser laufen lassen“, zeigte sich Weiß zufrieden.

Tore: 1:0 Ströh (22.), 2:0 Hagedorn (35.), 2:1 (44.), 2:2 (53.), 3:2 Hagedorn (55.), 4:2 Langer (65.), 5:2 Finkbeiner (80.).

Rote Karte: Wagenhoff (81.).

SV Hagen-Mahnburg –

SV Teschendorf-S. 4:0 (0:0)

Sieben auf einen Streich! Auf so vielen Positionen krempelte Trainer Jürgen Haase die Startelf aus Hagen-Mahnburg nach dem 0:6-Debakel in Sprakensehl um. Und siehe da: Die Umstellungen wirkten. „Wenn wir mit System und Taktik spielen, dann klappt es auch“, freute sich Haase nach dem 4:0 gegen Teschendorf. Wobei das klare Ergebnis ein wenig über die Spielanteilte hinwegtäuschte. Halbzeit eins verlief ausgeglichen, nach dem Wechsel gewann HaMa die Oberhand. Erst kurz vor Ende – die Gastgeber trafen zwischen der 87. und 90. Minute dreimal – fielen die Tore wie reife Früchte. Ebenfalls ein Spiegelbild der Vorwoche.

Tore: 1:0 Fraske (67., FE), 2:0 Weitemeier (87.), 3:0 M. Jordan (88.), 4:0 Schulze (90.+4).

VfL Wittingen/S. III –

VfL Knesebeck II 3:1 (0:1)

Eine 180-Grad-Kehre legte auch Wittingens Dritte im Derby gegen Knesebeck II hin. „Das war eine Steigerung um 100 Prozent“, befand Trainer Stefan Niedergesäß nach dem Auftakt-0:4 in Teschendorf. Die Gastgeber waren 90 Minuten die klar dominante Mannschaft. Doch vor der Pause „war das tor wie zugenagelt“, haderte Niedergesäß. Ein Konter und zack – die Gäste führten schmeichelhaft. Erst ein Freistoß-Tor von Bastian Albrot (58.) brach den Bann. Knesebecks Keeper hatte in der vorangegangenen Szene Gelb-Rot gesehen. Gegen zehn Gäste fuhr Wittingen, wenn auch spät, den hochverdienten Dreier ein. Niedergesäß: „Wir haben uns lange auf den Füßen gestanden.“

Tore: 0:1 Schulz (18.), 1:1 Albrot (58.), 2:1 Thiele (85.), 3:1 Behrens (90.+4).

SV Steinhorst –

SV Sprakensehl II 2:5 (1:0)

Der deutliche Endstand täuschte über weite Teile der Partie hinweg. Steinhorst lieferte dem Aufstiegsanwärter aus Sprakensehl lange einen ausgeglichenen Schlagabtausch. „Erst als wir in Unterzahl waren, konnte Sprakensehl das Spiel für sich entscheiden“, sagte SVS-Akteur Michael Spodymek. Er selbst ließ mit einem Foulelfmeter zum 2:3 (70.) noch einmal Hoffnung bei Steinhorst aufkeimen, doch dann machte der SSV den Sack zu.

Tore: 1:0 Haisam (28.), 1:1 N. Meyer (47.), 1:2 Fricke (50.), 1:3 Djerlek (62.), 2:3 M. Spodymek (70., FE), 2:4 Moru (80.), 2:5 N. Meyer (85.). Rote Karte: Steinhorst (56., Tätlichkeit).

Von Ingo Barrenscheen und Eike Hoppmann

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