Fußball – Samtgemeinde-Turnier: Gastgeber Ummern piesackt Bezirksligisten

Wahrenholz widerfährt Sterz-Schmerz

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So sehen Samtgemeindepokal-Sieger aus! Der gastgebende VfL Germania Ummern bereicherte seine Vereins-Vitrine mit einem weiteren Schmuckstück aus den Händen von SG-Bürgermeister René Weber (hinten l.).

Ummern – Entwickelt sich da ein Final-Fluch!? Wie schon im Vorjahr (gegen den Wesendorfer SC) vermochte der VfL Wahrenholz seine vermeintliche Vormachtstellung in der Samtgemeinde Wesendorf nicht zu untermauern.

Das Taterbusch-Team verlor spät – und auf unglückliche Art und Weise – das Endspiel beim SG-Pokal gegen die Lokalmatadoren vom VfL Germania Ummern.

Doch noch den Rang abgelaufen: Lokalmatador Ummern (r.) lag gegen den Favoriten Wahrenholz (Jan-Patrick Schön) lange Zeit hinten, kippte das Finale aber noch. 

Der Wettbewerb am Freitagabend hatte in der Vorrunde noch relativ unspektakulär begonnen. In der Gruppe A fielen in den drei Spielen nur drei Tore. Zwei davon gingen auf das Konto der Germanen, die sich damit das Finalticket sicherten. Derweil wurde der Bezirksligist aus Wahrenholz in der Gruppe B souverän seiner Favoritenrolle gerecht. Mit zwei Siegen ohne Gegentor und entsprechender Euphorie ging es für die Schwarz-Gelben ins Endspiel gegen den Gastgeber.

Auch dort waren die Wahrenholzer von Beginn an spielerisch überlegen und gingen folgerichtig durch ein schönes Kopfballtor von Niklas Germer in Führung. In der Folgezeit erspielte sich der ranghöchste SG-Vertreter viele Torchancen, vergab diese aber unkonzentriert oder überhastet. Das rächte sich. Denn zum Ende hin wurden die Ummeraner, die bis dahin offensiv nicht stattgefunden hatten, plötzlich mit Kontern gefährlich. Sieben Minuten vor Ultimo nahm sich Christian Sterz ein Herz und erzielte mit einem satten Schuss ins linke untere Eck den Ausgleich. Wahrenholz packte die Brechstange aus. Ohne Fortune. Und es kam noch schlimmer. In der letzten Spielminute eine unübersichtliche Situation im Strafraum: Vitalij Sterz reagierte blitzschnell und schoss den Heim-VfL zum SG-Titel!

Wahrenholz-Kapitän Christopher Hartmann bilanzierte kurz und knapp: „Wenn man vorne 100-prozentige Chancen liegen lässt und hinten schlampig verteidigt, muss man sich nicht wundern...“ Trainer Thorsten Thielemann indes haderte mit den Schiedsrichtern: „Mindestens zwei Situationen waren elfmeterreif. Wenn wir nur einen Strafstoß beim Stand von 1:0 bekommen, ist der Sack zu.“ Hochzufrieden natürlich Ummerns Coach Jörg Drangmeister: „Man hat schon gemerkt, dass Wahrenholz in der Vorbereitung weiter ist. Über weitere Gegentore in der Anfangsphase hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Aber meine Mannschaft hat immer dagegengehalten. Der Ausgleich von Christian war erste Sahne und das Lastminute-Tor von Vitalij schon glücklich. Trotzdem bin ich auf die Leistung meiner Mannschaft stolz.“

VON MANFRED GADES

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