Fußball – Sportwoche beim VfL Vorhop: Titelverteidiger erreicht mit Glück das Finale gegen Wittingen

Wahrenholz stolpert fast über WSC!

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Meist einen Schritt schneller: Der VfL Wittingen/S. (r. Nick Schnöckel) wurde gegen den ersatzgeschwächten TSV Schönewörde (2. v. l. Hauke Köllmann) nicht richtig gefordert und steht im Finale.

Vorhop. An der Seitenlinie bemühten Turnierboss Nicky Urbanitsch und seine Mitstreiter schon die Arithmetik.

Immerhin stand die vorab schon als sicher verbriefte Endspiel-Teilnahme des VfL Wahrenholz gestern Abend beim traditionellen Wochenpokal des VfL Vorhop mit einem Mal ganz schön auf der Kippe.

Doch die Verantwortlichen konnten den Kugelschreiber wieder zur Seite legen. Mit Glück und Geschick und einer abermaligen Leistungssteigerung nach der (Denk-)Pause wendete der Titelverteidiger und abermalige Topfavorit das drohende Vorrunden-Aus gegen den aufmüpfigen Wesendorfer SC noch ab und steht am morgigen Freitag (19. 15 Uhr) im Finale dem souveränen VfL Wittingen/S. gegenüber.

VfL Wittingen/S. – TSV Schönewörde 4:0 (2:0)

Die Brauereistädter hatten gegen Schönewörde keinerlei Mühe, um nach dem 3:1 gegen Hankensbüttel den Final-Freitag zu buchen. VfL-Coach relativierte das klare 4:0 in 60 Minuten, da beim TSV einige Leistungsträger fehlten. „In der Liga sieht das ganz anders aus.“ Mit dem Auftritt seines Teams war er semi-zufrieden. Vier Tore – okay. Doch das Passspiel und der ein oder andere Defensiv-Wackler, speziell als Schönewörde zu Beginn der zweiten Hälfte nach dem 3:0 per Elfmeter durch Sven Arndt ein wenig aufkam, missfielen Fetahu. Arndt hatte den Erfolg auch eingeleitet und in Hälfte eins mehrfach mit der gehobenen Fahne des Linienrichters gehadert – ein persönlicher Zwist mit der Abseitsstellung. Also musste ein direkt verwandelter Freistoß in den Winkel von Eugen Michel zur Halbzeitführung herhalten. Nick Schnöckel traf ebenfalls noch.

Mit Blick auf das Endspiel meinte Fetahu: „Wir versuchen, unseren Stiefel runterzuspielen. Sollte es reichen, wäre das toll. Wenn nicht, auch kein Beinbruch.“

• Tore: 1:0, 3:0 Arndt (3., 34., FE), 2:0 Michel (28.), 4:0 N. Schnöckel (47.).

Wesendorfer SC – VfL Wahrenholz 2:2 (0:2)

39 Minuten lang durfte der Wesendorfer SC vom großen Paukenschlag in Vorhop träumen, führte überraschend, aber verdient mit 2:0 gegen die Speerspitze des Turniers aus Wahrenholz und benötigte nur noch einen Treffer, um sich selbst tatsächlich noch ins Finale zu katapultieren. Waldemar Bier hatte den WSC mit einem Doppelpack, nach einem Eckball und einem Klops von Simon Fricke, schnell mit 2:0 in Front gebracht und ließ auch draußen die Wesendorfer Kurve träumen. „Man muss schon sagen, dass Wesendorf den Jungs das Leben ganz schön schwer gemacht hat“, erkannte auch Urbanitsch an. Doch mit den Torschützen Jan-Patrick Schön und Niklas Germer hat Wahrenholz eben auch Ausnahmekönner in seinen Reihen, die den Unterschied machen können. „Das hat sie gerettet“, so Urbanitsch.

• Tore: 1:0, 2:0 Bier (8., 13.), 2:1 Schön (39.), 2:2 Germer (51.).

Von Ingo Barrenscheen

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