Fußball – Bezirksliga: Im 13. Anlauf erstmals wieder Sieg am Taterbusch – und das gegen Tabellenzweiten

Wahrenholz rasiert den Heimfluch!

Unsanft ausgebremst: Der VfL Wahrenholz (2. v. l. Yannick Kutscher) stoppte den Erfolgslauf der SV Gifhorn und beendete gleichermaßen seinen Heimfluch mit dem 4:2-Paukenschlag.
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Unsanft ausgebremst: Der VfL Wahrenholz (2. v. l. Yannick Kutscher) stoppte den Erfolgslauf der SV Gifhorn und beendete gleichermaßen seinen Heimfluch mit dem 4:2-Paukenschlag.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wahrenholz. 83 geschlagene Minuten lang sah es so aus, als sollte der VfL Wahrenholz seinen lästigen wie langwierigen Heimfluch mit in die Winterpause und das Jahr 2019 schleppen.

Doch dann entschloss sich das Taterbusch-Team, sein entwöhntes Publikum doch nicht mit einer weiteren Enttäuschung ins Weihnachtsfest zu entlassen und bog die Partie auf den letzten Metern noch um. Und das nicht gegen irgendwen: Der hiesige Fußball-Bezirksligist verhinderte mit dem am Ende furiosen 4:2 (1:2) gegen den Tabellenzweiten SV Gifhorn die verflixte 13. Denn ohne den finalen Doppelpack von Niklas Germer wäre es das 13. Heimspiel in Folge ohne Dreier gewesen.

Logo, dass die Schwarz-Gelben nach dem Schlusspfiff außer Rand und Band waren. „Man kann sich vorstellen, was hier nach dem Spiel los war. Das Sportheim platzt aus allen Nähten. Die Jungs haben heftig gefeiert“, legte Trainer Thorsten Thielemann Zeugnis von der allumgreifenden Erleichterung ab. Seine Mannschaft hätte an diesem eigentlich tristen November-Sonntag das Glück praktisch „erzwungen und erkämpft“.

All das nach einem Prolog, der wieder Böses erahnen ließ. Denn in der ersten halben Stunde kam Wahrenholz kaum bis gar nicht zum Zug gegen das Gifhorner Starensemble mit so manchem Ex-Oberliga-Akteur. Beim 0:1 durch Wayne Rudt nach einer Ecke hätte der VfL „geträumt“, kritisierte Thielemann zurecht. Doch die Hausherren rappelten sich auf und kamen ebenfalls nach einem Eckball zum Ausgleich durch Yannick Kutscher (35.). Die erste von drei Doubletten in diesem heißen Match. Denn der erneuten SVG-Führung durch einen „Super-Knaller“ von Torjäger Malte Leese genau in den Winkel (43.) begegnete Jan-Patrick Schön ebenfalls mit einem gezirkelten Sahnestück genau in den Giebel (83.). Wahrenholz wollte mehr und bekam mehr. Ein Torwart-Fehler begünstigte das 3:2 von Niklas Germer, der schließlich in der Nachspielzeit per Foulelfmeter zum Wiederholungstäter wurde. Thielemann strahlte: „Ein schönes Gefühl, mit so einemErgebnis in die Winterpause zu gehen.“

Von Ingo Barrenscheen

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