Fußball – Bezirksliga: 2:3-Niederlage bei der TSG Mörse nach einer indiskutablen ersten Halbzeit

Wahrenholz nicht wiederzuerkennen

Tor-Verhinderer: Bastian Mechelk (r.) bewahrte den VfL Wahrenholz in Mörse zur Pause vor einem schlimmeren Rückstand. Der Spitzenreiter unterlag dennoch mit 2:3. Foto: Marud

Mörse. Der Sturmlauf des VfL Wahrenholz ist gestoppt. Nach einer indiskutablen ersten Hälfte hat der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga mit 3:2 (1:0) bei der TSG Mörse verloren.

Die erste VfL-Niederlage nach vier Siegen in Folge tat zwar weh, ohne Trainer Ralf Ende jedoch empfindlich zu treffen. „Ich sehe es entspannt.“ Im Spiel sah das noch anders aus. Oder besser gesagt in der Halbzeitpause, in der Ende seine bis dato miserabel spielende Elf zusammengefaltet hatte. „Wir wurden fast vorgeführt, waren überhaupt nicht auf dem Platz. Alles, was uns zuletzt ausgezeichnet hatte, haben wir vermissen lassen. Das habe ich der Mannschaft in der Halbzeit deutlich gesagt“, so die schonungslose Aufarbeitung. Einzig Torwart Bastian Mechelk bewahrte seine Vorderleute mehrfach vor einem hoffnungslosen Rückstand. „Sensationell“, meinte Ende in Anbetracht der Glanzparaden und des schmeichelhaften 0:1-Rückstandes kurz vor der Pause (41.), als ein Abschlag postwendend in den Wahrenholzer Strafraum flatterte und dort von Martin Richter blitzschnell verwertet wurde.

Nach der Kabinenpredigt wachte Wahrenholz endlich auf, wurde stärker und bissiger. Ein abgefälschter 25-Meter-Freistoß von Marcell Meyer (55.) bedeutete das 1:1. Mit einem Doppelschlag (77., 80.) sorgten die Hausherren jedoch für die Vorentscheidung. Zwischen den beiden Toren zum 3:1 hatte Wahrenholz mehrfach den Ausgleich vor Augen. Ende: „Wir waren dem 2:2 näher als Mörse dem 3:1.“ Meyers zweiter (abgefälschter) Freistoß-Hammer aus 25 Metern zum 2:3 (81.) kam zu spät.

Für Wahrenholz wachsen die Bäume also doch nicht in den (Fußball-)Himmel. Das Team bleibt zwar Erster, Ende hat trotzdem einige „Baustellen gesehen. „Wir müssen uns alles hart erarbeiten“, analysierte der Trainer.

Von Arek Marud

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