Wahrenholz als „Kreismeister der Herzen“

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Schlag ein! Als Trostpflaster sicherten sich die Fußball-Frauen des VfL Wahrenholz (l. Carmen Ball, Cindy Meyer) zumindest den dritten Platz bei der Hallen-Kreismeisterschaft durch ein 4:0 gegen Vordorf.

Wittingen - Von Ingo Barrenscheen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... Egon Trepke hatte den VfL Wahrenholz als Finalist bei der gestrigen Kreismeisterschaft der Frauen in Wittingen prognostiziert. Und stand mit dieser Meinung beileibe nicht allein da. Doch dem Taterbusch-Team blieb am Ende als Trostpflaster nur Rang drei. Der Titel ging an den VfL Rötgesbüttel.

Als Gifhorns Fußball-Boss die Wahrenholzerinnen mit Bronze dekorierte, verriet er: „Wir von der Spielleitung tippen ja immer. Ich persönlich habe gesagt, dass Wahrenholz ins Endspiel kommt.“ In der Tat hätte – rein vom spielerischen Vermögen her – das eigentliche Finale Rötgesbüttel gegen Wahrenholz lauten müssen. Doch Fußball kann manchmal gnadenlos sein.

Nach einer eindrucksvollen Vorrunde mit drei 4:1-Siegen betrieb der VfL im Halbfinale auch gegen den Titelverteidiger SV Gifhorn II zehn Minuten lang Einbahnstraßen-Fußball. „Uns hat der Torinstinkt gefehlt. Und Gifhorn kommt einmal nach vorn und trifft. Das ist eben die Cleverness“, haderte Trainer Norbert Gans mit den verkehrten Verhältnissen. Routinier Tatjana Polze stellte die Begegnung auf den Kopf, ansonsten parierte Gifhorns Torhüterin die komplette Batterie, die auf ihren Kasten flog. Spiele gegen die SVG-Reserve stehen für Wahrenholz irgendwie unter keinem guten Stern: Schon im Kreispokal waren die Schwarz-Gelben dramatisch und unverdient ausgeschieden. Immerhin belohnte sich der VfL durch ein 4:0 gegen die FSG Vordorf im kleinen Finale mit Platz drei. Gans meinte zurecht: „Wir sind der Kreismeister der Herzen.“

Wobei Rötgesbüttel im Endspiel eine ganz harte Nuss gewesen wäre. Der neue Titelträger dominierte das Endspiel gegen die SVG, setzte sich aber erst im 9-Meter-Schießen durch.

Unter der Überschrift „Erfahrungen sammeln“ verlief das Turnier für den VfL Wittingen. Dieser ergatterte keinen einzigen Zähler. Coach Bernd Herzberg sah’s nicht so wild: „Im ersten Spiel waren wir schlecht, haben uns dann aber gesteigert. Wir wollen in kleinen Schritten vorwärts kommen.“ Die anderen Mannschaften würden einfach schon länger Fußball spielen.

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