Fußball – Bezirksliga: 0:3-Schlappe bei Kellerkonkurrent FC Schunter spitzt Situation zu

Wahrenholz hält Druck nicht stand

So viel Einsatzbereitschaft wie Daniel Müller (r.) in dieser Szene zeigte der VfL Wahrenholz im Sechs-Punkte-Spiel beim FC Schunter nur selten und verlor folgerichtig mit 0:3.

Flechtorf. Jens Sölter, seines Zeichens Interimscoach vom Interimscoach, wollte nichts beschönigen: „Ich hatte damit gerechnet, dass wir uns stärker wehren – immerhin war unsere Personalsituation nicht so extrem wie erwartet. Mit dem 3:0 waren wir noch gut bedient.“

Doch augenscheinlich geht dem VfL Wahrenholz derzeit im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga ein wenig die Düse. Die enttäuschende Pleite im Sechs-Punkte-Spiel beim FC Schunter am gestrigen Sonntag war die logische Konsequenz eines gehemmten Auftritts vom Taterbusch-Team.

Und da alle anderen Kellerkinder entweder einfach oder dreifach (wie eben der Gegner) punkteten, spitzte sich die Situation für die Schwarz-Gelben wieder ein Stückchen mehr zu. Das Endergebnis wie auch die daraus resultierende Konstellation erinnern stark an den großen VfL aus Wolfsburg in der Bundesliga. Der Wahrenholzer Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur noch vier Punkte. „Der Druck wird immer größer. Es wird sauschwer“, gibt sich Sölter keinen Illusionen hin.

Seine Mannschaft hätte sich zwar nicht aufgegeben, zeigte gegen den FCS aber „im Kollektiv zu wenig Einsatz“. Das Bemühen sei da gewesen in den ersten Minuten – mehr aber auch nicht. Sölter musste eingestehen: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, wir hatten eine glasklare Torchancen.“ Viel zu dürftig in so einem wichtigen Match.

Schunter hingegen schien die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und ging folgerichtig in der 32. Minute in Führung: Einen Freistoß konnte VfL-Torwart Mats-Ole Herz nicht festhalten, Kai Pingel staubte ab. Und als die Gastgeber noch vor der Pause erhöhten, gingen beim angeknacksten Gast aus Wahrenholz schon ein wenig die Köpfe runter. „Wir haben noch einmal versucht, die Mannschaft aufzurichten“, erklärte Sölter. „Aber wir haben es nicht verstanden, den Schalter umzulegen.“ Einer weiteren Standard-Situation entsprang schließlich das 3:0 (73.). „Da war die Messe gelesen.“

Den VfL-Verantwortlichen bleibt nicht viel Zeit, die Spieler wieder aufzurichten. Bereits am Mittwoch geht’s gegen Topteam SV Gifhorn.

Von Ingo Barrenscheen

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