Wahrenholz füllt „Mammut-Pokal“

Im Wahrenholzer Strafraum wurde es immer wieder brenzlig. VfL-Torwart Bastian Mechelk behielt aber immer den Überblick. Auch wenn er hier mit einem Mitspieler zusammen rasselt. Fotos: Marud

Vorhop. Am liebsten hätte Ralf Ende eine Zange geholt und den funkelnagelneuen Riesen-Pokal zerstückelt. „Wenn ich könnte, würde ich Wesendorf einen Henkel abgeben“, fühlte der Wahrenholzer Trainer mit dem Unterlegenen.

Endes Elf beendete zwar Wesendorfs dreijährige Vormachtstellung bei der Vorhoper Sportwoche. Von Genugtuung war beim Wahrenholzer Übungsleiter aber keine Spur. „Respekt vor Wesendorf. Sie haben es ganz toll gemacht.“

Dass es nicht zum vierten Triumph in Folge reichte, lag am VfL-Torwart Bastian Mechelk, der nach dem Wechsel mehrfach Kopf und Kragen riskierte, um sein Team vor dem drohenden 1:1-Ausgleich zu bewahren.

Nach einer ausgeglichenen und schwächeren ersten Hälfte und dem VfL-Führungstreffer durch Denny Iwan (30.) übernahm der Außenseiter die Initiative und startete teils wütende Angriffe, denen Wahrenholz selten etwas entgegenzusetzen hatte. Personalbedingt, wie Ende meinte. Vier Spieler fuhren gestern in Urlaub. Neuzugang Marcus Erxleben musste nach einem Bänderriss notoperiert werden. Und Stefan Müller fiel nach 15 Minuten mit einer Bänderdehnung aus.

Das allerdings soll Wesendorfs Leistung nicht schmälern. Wenngleich Trainer Jürgen Fromhage nicht ganz zufrieden war. Er vermisste die letzte Konsequenz und den finalen Pass vor dem VfL-Tor und bemängelte das teils fehlerhafte Aufbauspiel. Das Tempo in einem leidenschaftlich geführten Spiel gefiel ihm dennoch. Und auch den 300 Fans. Sowie auch Vorhops Vorsitzendem Nicky Urbanitsch, der vom „stimmungsvollen Finale“ sprach. „Wir können nicht ewig gewinnen“, nahm Fromhage die ärgerliche Derby-Pleite (2:0 Kutz/90.) achselzuckend hin.

Dem (unparteiischen) Urbanitsch war’s durchaus recht. „Das sorgt für Abwechslung“, schmunzelte der VfL-Chef, der sich bei allen Helfern und dem Fußball-Förderkreis bedankte. Dieser besorgte den neuen Wanderpokal – wesentlich größer als dessen Vorgänger. „Der Förderverein wollte ein wenig auf die K... hauen und besorgte den größten, den es gab“, scherzte Urbanitsch bei der Siegerehrung. Ortsbürgermeister und Vorhops 2. Vorsitzender Hans-Werner Kasten verglich den Pott gar mit der Europapokal-Trophäe. „Ein Mammut-Pokal“, so Kasten. „Und den werden wir schön füllen“, kündigte Ende nach der Übergabe an...

Tore: 1:0 Iwan (30.), 2:0 Kutz (90.).

Im Vorfeld des Endspiels siegte die E-Jugend des VfL Knesebeck gegen den FC Brome mit 2:1. Bereits am turnierfreien Donnerstag gewannen Vorhops Herren ein Testspiel gegen den Kreisligisten FV Wespe Wolfsburg mit 4:0. Ehemalige Vorhoper setzten sich vor 100 Fans mit 2:1 gegen FC Ohretals Altliga-Team durch.

Von Arek Marud

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