Fußball – Bezirksliga: 5:2-Erfolg bedeutet vorzeitigen Klassenerhalt

Wahrenholz besiegelt Türk-Abstieg

Ein Sinnbild: Während Helmstedt die Hände vorm Gesicht zusammenschlägt angesichts des Abstiegs, kann Wahrenholz (2. v. r. Jan Reitmeier) nun befreit aufspielen.
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Ein Sinnbild: Während Helmstedt die Hände vorm Gesicht zusammenschlägt angesichts des Abstiegs, kann Wahrenholz (2. v. r. Jan Reitmeier) nun befreit aufspielen.

Wahrenholz – Des einen Freud’ ist des anderen Leid: So geschehen am gestrigen Sonntag am altehrwürdigen Sportpark Taterbusch.

Während der VfL Wahrenholz durch den 5:2 (2:1)-Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga die letzten Mini-Zweifel am Klassenerhalt vom Tisch wischte, beklagte die Staffel-Exklave Türk Gücü Helmstedt zwei Spieltage vor Ultimo den bitteren Abstieg. Und das trotz prominenter Winter-Verstärkungen.

Da half es auch nicht, dass der Wahrenholzer Coach Thorsten Thielemann dem türkischen Club an und für sich ein gutes Zeugnis ausschrieb: „Das ist echt Qualität, was die da haben. Sie haben uns in der ersten Halbzeit ganz schön beschäftigt.“ Der feine Unterschied zum Team in Schwarz-Gelb: Die Gästen starben dabei gewissermaßen in Schönheit. Das ansehnliche Helmstedter Spiel reichte bis zum Sechzehner und, vom Blitz-Ausgleich durch einen 25-Meter-Sonntagsschuss genau in den Winkel einmal abgesehen, zweimal bis vor VfL-Keeper Justus Ganz.

Doch dieser klärte zwei 1:1-Situationen bravourös. „Er musste mehrfach eingreifen und hat uns im Spiel gehalten“, gestand Thielemann. Die 2:1-Führung, unmittelbar mit dem Pausenpfiff durch Einwechselspieler Jan Evers markiert, gestaltete sich aus Sicht der Gastgeber äußerst schmeichelhaft.

Doch nach Wiederbeginn sollte sich Wahrenholz den dann wachsenden Vorsprung zunehmend verdienen. Thielemann hatte noch in der Kabine orakelt: „Das Tempo können sie nicht durchhalten.“ Tatsache! Aus der lauernden Konter-Warte heraus spritzte das Taterbusch-Team immer wieder schnell nach vorn. Ein Tor von Lars Koch wurde wegen Abseitsstellung noch aberkannt, das vorentscheidende 3:1 resultierte dann ausnahmsweise aus einem ruhenden Ball und den Kopfball-Qualitäten von Kapitän Chris Hartmann (72.). Am Ende ließ Wahrenholz, trotz stolzer fünf Treffer, sogar noch einige Chancen liegen. Thielemann gab zu: „Das wäre des Guten auch zuviel gewesen.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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