Fußball – Bezirksliga: Wittingen nutzt beim 8:1 endlich einmal seine Chancen / „Unser bestes Spiel“

Wahnsinn! VfL ballert Didderse weg

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Nummer drei: Wittingens Torjäger Andre Liedtke (M.) lässt Didderses Torhüter Steven Bardzinski keine Chance, trifft zum 3:1. Am Ende durfte der VfL über ein sensationelles 8:1 jubeln.

Wittingen. Schlimmer geht es nicht? Besser geht es nicht! Der VfL Wittingen hat den eigenen Personalproblemen getrotzt und in der Fußball-Bezirksliga den SSV Didderse 8:1 (6:1) vom Platz gefegt.

„Wenn man bedenkt, wer heute alles gefehlt hat – Wahnsinn“, staunte VfL-Trainer Naim Fetahu nach dem doch etwas überraschenden Kantersieg.

Es habe einfach alles gepasst, merkte Wittingens Coach in seiner Analyse an. Stimmt! Die Hausherren, die kurzfristig auch noch Edgar Sorokin ersetzen mussten, lagen nach sechs Minuten schon 2:0 vorne. Der Doppelschlag durch Andre Liedtke und Patrick Gernsheimer gab Selbstvertrauen.

Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Resat Polat nichts. Ein unhaltbarer Fernschuss aus gut 30 Metern. „Christoph Pörschke steht gut. Aber er trifft den Ball halt perfekt“, meinte Fetahu und konnte das Gegentor schnell abhaken. Auch wenn Didderse durch die Angreifer stets gefährlich war. Die Dreierreihe mit Christoph Heinecke, Driton Musliu und Michel Kühne hatte alles im Griff. „Sie haben nichts zugelassen“, freute sich Fetahu.

Und vorne: Da ließen es die VfL-Angreifer Liedtke, Gernsheimer und Sven Arndt in bisher unbekannter Manier rappeln. Weil die Gäste aus Didderse fast schon blauäugig die schnellen Stürmer gewähren ließ. „Der SSV hat nie den Zugriff bekommen. Unser Mittelfeld hat aber auch die Bälle immer wieder gut nach vorne gespielt. So sind unsere Stürmer natürlich schwer zu packen“, freute sich der Wittinger Übungsleiter. Verbunden mit der Hoffnung, dass der Knoten nun endlich geplatzt sein möge.

Zwar gelangen Arndt und Liedtke nur noch je ein Treffer in der zweiten Halbzeit. Trotzdem sei es das beste Spiel der Wittinger in der Bezirksliga gewesen, erklärte Fetahu. Die VfLer hätten endlich in allen Mannschaftsteilen eine konzentrierte Leistung gezeigt. „Wir haben hinten wenig zugelassen und vorne die Dinger gemacht. Da gibt es nichts zu Meckern. Es hat einfach alles gepasst“, strahlte Fetahu, der gegen Didderse ein ganz neues Gefühl genießen durfte. „Ich habe endlich mal ein Spiel in Ruhe erleben dürfen“, so der Coach der Brauereistädter. Allerdings dürfe er jetzt nicht zu sehr loben. Es habe – eben nur an diesem einen Tag – alles gepasst.

Von Matthias Jansen

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