Fußball – Kreisliga A: Wittingen unterliegt Groß Oesingen im Verfolgerduell 1:3

Was wäre passiert, wenn...?

Enge Zweikämpfe: Der VfL Wittingen (l. Marcel Kerstens) und der SV Groß Oesingen (Niklas Dierks) schenkten sich im Verfolgerduell nichts. Am Ende siegten die Gäste mit 3:1.  
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Enge Zweikämpfe: Der VfL Wittingen (l. Marcel Kerstens) und der SV Groß Oesingen (Niklas Dierks) schenkten sich im Verfolgerduell nichts. Am Ende siegten die Gäste mit 3:1. 

Wittingen – Was wäre passiert, wenn. . . ? Klar, Fußball ist kein Konjunktiv. Aber: Zwei Entscheidungen des jungen Schiedsrichters Felix-Joel Rose hatten maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis des gestrigen Verfolgerduells in der Fußball-Kreisliga A.

Beide fielen zum Leidwesen des VfL Wittingen/Suderwittingen aus, der sich dem SV Groß Oesingen mit 1:3 (1:1) geschlagen geben musste.

Doch wovon genau ist die Rede? Einerseits vom 1:1-Ausgleich der Gäste durch Emanuel Münker in Minute 16. „Klares Abseits“, meinte VfL-Trainer Naim Fetahu. Nachdem die Seinen geschlossen herausrückten, schien sich Münker einen womöglich unerlaubten Vorteil verschafft zu haben und ließ sich frei vor Christoph Pörschke nicht zweimal bitten. Szene Nummer zwei spielte sich nur vier Zeigerumdrehungen später ab: Evgeni Suskevic brachte den durchstartenden Eduard Litau zu Fall. Rose entschied auf Notbremse und zückte Rot gegen den Wittinger. Ebenfalls sehr fragwürdig, da Fetahu noch mehrere seiner Akteure in der Nähe sah, die den Gäste-Angreifer noch hätten stoppen können. „Kann man geben, muss man aber nicht“, äußerte sich Gäste-Coach Torben König zum Platzverweis. Bereits nach wenigen Sekunden hatte seine Mannschaft nach einem Eigentor durch Marvin Eilmus infolge einer flach getretenen Ecke von Lennard Emmermann („Den legen wir uns quasi selbst rein“) hinten gelegen.

In Überzahl verbuchte Groß Oesingen dann zwar klare Feldvorteile, allerdings stellte König klar: „Es war für uns ein harter Weg. Man hat kaum gemerkt, dass wir ein Mann mehr waren. Kompliment an den Gegner, wie gut er dagegen gehalten hat.“ Ähnlich sah es auch sein Wittinger Gegenüber: „Die Jungs haben richtig gut gekämpft und geackert. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen.“ Zwar hielten die Brauereistädter die Partie weitestgehend offen, dennoch fand der SVGO die passende Lücke. Einen Querpass des auffälligen Marc Geißler nutzte Sönke Seidel zur 2:1-Führung. Die Wittinger versuchten noch einmal alles, fanden den Weg ins letzte Drittel aber zu selten. Anders die König-Elf, die in der Nachspielzeit alles klar machte. Micha Degenhardt markierte das 3:1 und sorgte damit auch dafür, dass die Seinen als ärgster Verfolger von Spitzenreiter Rühen in die Winterpause gehen. VON FLORIAN SCHULZ

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