Volksbank Hallenmaster-Cup: Ohretal war 2016 die Überraschung, backt in diesem Jahr aber kleine Brötchen

Vorjahres-Finalisten ohne Ambitionen

Der FC Ohretal (l.) war die Überraschung im letzten Jahr. Gelingt dem Bock-Team der erneute Einzug in die Endrunde?
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Der FC Ohretal (l.) war die Überraschung im letzten Jahr. Gelingt dem Bock-Team der erneute Einzug in die Endrunde?

Wittingen/Beetzendorf. Der runde Geburtstag startet heute Abend (18 Uhr) gleich mit einem echten Knaller. Der Titelverteidiger und Gastgeber VfL Wittingen/S. trifft im Auftakt-Match des 20. Volksbank Hallenmaster-Cups nämlich auf den VfL Knesebeck.

Für Lennard Emmermann wird es ein ganz besonderes Spiel, denn der Knesebecker trifft direkt mal auf seinen Ex-Verein, den er gerade erst verlassen hat (das IK berichtete).

Gleich zum Auftakt muss der VfL Knesebeck gegen den Titelverteidiger aus Wittingen ran.

Aber auch sonst erwartet Hartmut Bartel wieder spannende Spiele in vollen Hallen. Der Turnier-Organisator betreut das Hallenmasters seit der ersten Stunde und rechnet bei der Endrunde am Sonnabend in Beetzendorf (Beginn: 14 Uhr) mit noch mehr Zuschauern als im Vorjahr: „Letztes Mal waren mit Fußballern und Zuschauern circa 1500 da. Dadurch, dass es diesmal am Wochenende ist, werden aber wohl noch mehr kommen.“ Selbst über die Weihnachtsfeiertage war Bartel am Planen und Vorbereiten für das große Hallenspektakel, das erneut in Wittingen und Beetzendorf stattfinden wird. Die Vorrunde wird hierbei wieder in der Brauereistadt über die Bühne gehen, während die Endspiele in Beetzendorf ausgetragen werden. „Das macht es vom Aufwand natürlich schwieriger, weil wir auch mehr Leute brauchen“, meint Bartel, der sich mal einen Außenseitersieg wünscht: „Es ist schwierig, einen Favoriten zu benennen, aber es würde mich freuen, wenn mal eine Mannschaft gewinnt, die nicht jeder auf dem Schirm hat.“

Den Seriensieger VfL Wittingen hat wohl jeder auf dem Schirm, auch wenn die Truppe von Torsten Haase in der Kreisliga eine miserable Halbserie hingelegt hat. „Wir wollen die Endrunde erreichen und uns darüber Selbstvertrauen für die Saison holen“, gibt Haase klar das Ziel aus. Angeschlagene Spieler lässt der VfL-Coach indes zuhause, damit er in der Rückrunde alle Spieler zur Verfügung hat: „Wir werden eine gute Mannschaft aufstellen, wenn auch nicht die beste.“

Und auch der VfL Vorhop wird nicht die allerbesten Spieler mitnehmen, wie Spartenleiter Nicky Urbanitsch verriet: „Wir wollen, dass die erste und zweite Herren näher zusammenrückt, und werden deshalb auch ein paar junge Spieler aus der Reserve mitnehmen.“ Diese Jungspunde sollen in naher Zukunft in die Kreisliga-Formation rücken und nun in der Halle erste Erfahrungen sammeln. Das Überstehen der Vorrunde war im Vorjahr kein Problem für den VfL, der anschließend aber krachend scheiterte. „Da haben wir einige Gegner unterschätzt, weil es davor so gut lief. Das wird uns nicht wieder passieren“, meint Urbanitsch.

Eine Mannschaft, die ganz sicher nicht unterschätzt wird, ist der FC Ohretal, der es beim letzten Mal überraschend ins Finale schaffte, dort aber knapp an Wittingen scheiterte. „Wir gehen ohne Ambitionen rein und wollen Spaß haben“, sagt Coach Matthias Bock, der auf die eigenen Fans baut: „Unser Block war letztes Jahr gut zu sehen und zu hören. Wir werden auch diesmal eine Bombenunterstützung bekommen.“

Von Christian Thiemann

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