21. Volksbank-Cup: Unglückliches Aus für Gallier / HSV stolpert über Chancenwucher

In Vorhops Wundertüte steckt Gutes

+
Ganz bittere Pille: Der VfL Vorhop (M. Pierre Peesel) zog im Neunmeterschießen den Kürzeren. 

ib Beetzendorf. „Wir wussten alle nicht, was bei rauskommt.“ Florian Schneider, am gestrigen Sonntag Teamchef für den urlaubenden Trainer Walter Dürkop, hatte seinen VfL Vorhop durch gleich vier völlig Hallen-unerprobte Flüchtlinge im Team vor dem Volksbank-Cup als Wundertüte eingestuft und wurde positiv überrascht.

Auch wenn die Reise im Viertelfinale endete.

Die Anhänger des FC Brome gehörten mit zu den lauteren Fans in der Beetzendorfer Halle.

Durch eine 3:4-Niederlage nach Neunmeterschießen gegen den VfL Wittingen. Das gallische Dorf hatte schnell 0:2 hinten gelegen, kämpfte sich aber zurück ins Match. „Damit hatte ich schon nicht mehr gerechnet, ich dachte, jetzt brechen die Dämme“, gab Schneider zu. Doch Vorhop zeigte Comeback-Qualitäten, hatte aber nicht die Nerven vom Punkt. Er war dennoch sehr zufrieden: „Unsere Flüchtlinge haben es gut gemacht.“

War nicht nur als Torjäger auf dem Parkett auffällig, sondern auch als Keeper beim Neunmeterschießen: Wittingens Sven Arndt.

Um eine zusätzliche Verschnaufpause hatte der FC Parsau gebeten, um nicht direkt sein Viertelfinale bestreiten zu müssen. Allein: Es half nicht. Das Überraschungs-Team musste gegen Titelverteidiger TuS Bodenteich klein beigeben. Die Germanen waren fast nur im abwartenden Verteidigungs-Modus. „Wir wussten, dass wir gegen den Unsympathen des Turniers spielen. Da wollten wir die Halle hinter uns bringen“, erklärte FC-Coach Sören Henke. Das Bollwerk hielt bis 1:40 Minute vor Schluss, am Ende verpasste Parsau bei zwei Gelegenheiten das Neunmeterschießen. Henkes Fazit: „Wir haben uns gut verkauft.“

Ein Opfer seines eigenen Chancenwuchers war – bereits in der Gruppenphase – der SV Hankensbüttel geworden. „Da kann ich wunderbar mit leben. Die Hallenturniere sind mir zu körperbetont geworden. Wir haben eine Rückrunde vor uns, wo wir angreifen wollen. Ich bin froh, dass alle unverletzt rausgekommen sind“, nahm HSV-Coach Richard Matis das Aus entspannter als seine ehrgeizigen Spieler. Nachdem die ersten vier Partien der Gruppe 2 allesamt unentschieden ausgegangen waren, wurde Hankensbüttel ein 2:4 gegen den TSV Kusey zum Verhängnis. „Es hat in der Organisation nicht gestimmt“, bemängelte Matis schlechtes Defensivverhalten. Was aber auch erwähnt sei: Kuseys Rene Armgart erzielte mit einem Seitfallzieher den herrlichsten Treffer des Turniers zum 4:2-Endstand.

Übrigens war es schon in der Zwischenrunde knackig zur Sache gegangen. So handelte sich Christoph Dieterle für einen Würgegriff gegen Wittingens Sven Arndt die Rote Karte und damit den Turnier-Ausschluss ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare