Fußball – Kreisliga: Ausgerechnet Daniel Meinecke avanciert mit vier Toren zum Knesebecker Derby-Helden

Ein Vorhoper vergrämt Vorhop

Schonungslose Zweikämpfe prägten die Mutter aller Nordkreis-Derbys zwischen dem VfL Vorhop (r. Musa Sanneh) und dem VfL Knesebeck (Niclas Zierenberg). Die Einhörner wurden ihrer Favoritenrolle mit dem 4:0-Prestige-Erfolg aber gerecht.
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Schonungslose Zweikämpfe prägten die Mutter aller Nordkreis-Derbys zwischen dem VfL Vorhop (r. Musa Sanneh) und dem VfL Knesebeck (Niclas Zierenberg). Die Einhörner wurden ihrer Favoritenrolle mit dem 4:0-Prestige-Erfolg aber gerecht.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Vorhop. Ausgerechnet Daniel Meinecke! Schon wieder! Wie schon im Stadtpokal-Finale im Sommer mutierte pikanterweise der in Vorhop wohnhafte Stürmer des VfL Knesebeck auch am gestrigen Sonntag zum Schreckgespenst seines Ex-Clubs.

Mit allen vier Buden beim 4:0-Triumph filetierte Meinecke den VfL Vorhop in der Fußball-Kreisliga praktisch im Alleingang. So nahm das Nordkreis-Derby schlechthin einen unverhofft einseitigen Ausgang.

„Ein 4:0 haben wir schon lang nicht mehr erlebt in so einem Spiel. Sonst war immer Hochspannung drin. Das ist schon cool“, sonnte sich Knesebecks Trainer Detlef Weber selbstredend im Glanz des Prestige-Erfolgs. Womöglich lag es auch an der unterschiedlichen Herangehensweise der zwei Erzrivalen. Während die Einhörner die Partie „sehr ernst“ genommen hatten (Weber), wurden den Galliern gewissermaßen mentale Fußfesseln von ihrem Übungsleiter Walter Dürkop angelegt. „Ich nehme die Schuld auf mich: Weil ich gesagt habe, das Spiel ist nicht so wichtig.“ Die entscheidenden Duelle im Abstiegskampf würden erst in den kommenden zwei Wochen folgen.

Und so sah Dürkop ein Vorhoper Team, dass „einfach zu lieb“ gewesen sei und sich den Schneid abkaufen ließ. Wobei es durchaus giftig-gallige Zweikämpfe „am Rande der Legalität“ (Weber) zur Genüge gab. Der Derby-Charakter war also ohne Frage spürbar. Dennoch fanden die Rot-Weißen offensiv praktisch nicht statt und hätten Knesebeck die Tore zudem „auf dem Silbertablett serviert“, seufzte Dürkop. Was wohl auch an der kurzfristig neu strukturierten Abwehr-Viererkette lag. „Das hat uns das Genick gebrochen.“ Meinecke fühlte sich zwischen den altbekannten Gesichtern derweil pudelwohl und stellte die Weichen mit einem Doppelpack schon in Hälfte eins auf Sieg.

Nach dem Wechsel verstärkte der Auswärts-VfL dann auch noch die rechte Seite, die Überlegenheit nahm noch zu. Wirbel auf beiden Flügeln, dem Vorhop nicht gewachsen war. Weber freute sich: „Es war schwer, uns aufzuhalten.“ Dürkop gab ohne Wenn und Aber zu: „Knesebeck hat ohne Frage verdient gewonnen.“

Von Ingo Barrenscheen

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